Poto (Graf)

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Poto (* im 11. Jahrhundert; † im 12. Jahrhundert, um 1104)[A 1] war ein in der "Ungarnmark", auch Boto oder Bodo, war ein im heutigen Niederösterreich begüterter Graf, der sich 1055 am Aufstand gegen Kaiser Heinrich III. († 1056) beteiligte. Er war vielleicht ident mit dem gleichnamigen Ahnherren der Familie der Potonen und ein Verwandter der Familie der Hochfreien von Aspern.

Herkunft und Familie

Nach der Chronik von Ekkehard von Aura († nach 1125) gehörte Poto zur Familie der pfalzgräflichen Aribonen.[1] Vielleicht war er mit Boto von Pottenstein und dem gleichnamigen Ahnherr der Potonen ident. Vermutlich bestand zwischen ihm und den hochfreien Familie von Aspern, die allerdings erst im 12. Jahrhundert nachgewiesen ist, eine Verwandtschaft[1].

Leben

Graf Poto hatte in der im heutigen Niederösterreich gelegenen "Ungarnmark" Besitzungen, darunter bei Hainburg gelegene Pottenburg. Gemeinsam mit dem Edelfreien Richwin († um 1055/56) beteiligte er sich 1055 an der Adelsverschwörung um den früheren Herzog Konrad von Bayern († 1055), Herzog Welf III. von Kärnten († 1055) und Bischof Gebhard von Regensburg († 1060) gegen König Heinrich III.[2] Nach deren Scheitern verlor er die Pottenburg an das Eichstätt. Er wurde später begnadigt und war danach immer wieder an Kriegen mit dem ungarischen Königreich beteiligt.[1]

Literatur

  • Wilhelm F. Kroupa: Studien zur Ministerialität in Österreich. (Ungedruckte) Dissertation, Universität Wien, 1980, S. 102f.

Einzelnachweise

  1. Hochspringen nach: 1,0 1,1 1,2 vgl. Wilhelm F. Kroupa: Studien zur Ministerialität in Österreich, 1980, S. 103
  2. vgl. Wilhelm F. Kroupa: Studien zur Ministerialität in Österreich, 1980, S. 102

Anmerkungen

  1. Daten nach Wilhelm F. Kroupa, der ihn mit Boto von Pottenstein identifiziert haben dürfte. Vgl. Wilhelm F. Kroupa: Studien zur Ministerialität in Österreich, 1980, S. 102 und S. 103