Wolfgang Kirchhofer: Unterschied zwischen den Versionen
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Wolfgang Kirchhofer führte ein Wappen, dessen Schild eine Kirche zeigte und auf dessen Helm sich zwei mit Pfauenfedern besetzte Büffelhörner befanden. | |||
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<br />∞ in 2. Ehe mit Rosina († 1519), der Witwe von Stefan Rauchenperger und Jeronim Turner, | <br />∞ in 3. Ehe mit Anna († 1560; 1512 belegt). Nach seinem Tod heiratete sie vor/um 1528 Leopold Ofner.<ref name ="Czeike"/> | ||
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Wolfgang Kirchhofer hatte aus den früheren Ehen seiner beiden ersten Ehefrauen 9 Stiefkinder. Aus seiner dritten Ehe hatte er eine Tochter mit Namen Margret, die erst nach seinem Tod geboren wurde. Sie war in zweiter Ehe mit Hans Piesch und in dritter Ehe mit dem Ratsherrn [[Sebastian Hutstocker#Weitere Mitglieder der Familie Hutstocker|Hans Hutstocker]] verheiratet war.<ref name ="Czeike"/> | |||
== Leben == | == Leben == | ||
Wolfgang Kirchhofer wird erstmals 1506 genannt. Von Beruf war er Ungelter und Schreiber im Hubhaus. 1519-1520 war er | Wolfgang Kirchhofer wird erstmals 1506 genannt. Von Beruf war er [[w:Ungeld|Ungelter]] und um 1507 Schreiber im [[Hubhaus]]<ref group="A">Der Schreiber im Hubhaus war ein landesfürstlicher Beamter der Finanzverwaltung, vgl. {{Czeike|3|517||Kirchhofer Wolfgang}}</ref>.<ref name ="WebsiteWien"/> 1507 ist er als Mitglied der "Gottsleichnamsbruderschaft" zu [[Stephansdom (Wien)|St. Stephan]] belegt. 1512 wurde er Schreiber des [[w:Vitztum|Vizedoms]], 1518 Ratsherr.<ref name ="Czeike"/> 1519-1520 war er Bürgermeister der Stadt Wien.<ref name ="WebsiteWien"/> 1521 war er wieder Ratsherr, 1522 Mitglied des [[Kollegium der Genannten|Genanntenkollegiums]], außer 1521-1525 Kirchmeister von St. Stephan.<ref name ="Czeike"/> | ||
In seine Amtszeit als Bürgermeister fällt der Aufstand der Landstände des Herzogtums Österreich gegen das landesfürstliche Regiment (1519-1522). Über diese Jahre verfasste Wolfgang Kirchhofer Erinnerungen. Er agierte als vorsichtiger Taktiker und versuchte, möglichst neutral bleiben. Trotzdem hatte er sich vor dem [[Wiener Neustädter Blutgericht (1522)|Wiener Neustädter Blutgericht]] zu verantworten, wo seine Landesverweisung erwogen wurde. Von dieser wurde allerdings Abstand genommen.<ref name ="Czeike"/> | |||
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Aktuelle Version vom 9. September 2022, 20:43 Uhr
Wolfgang Kirchhofer (* zwischen 1479 und 1489[1]; † 1525)[2] war Bürgermeister der Stadt Wien[A 1].
Herkunft und Familie
Wolfgang Kirchhofer führte ein Wappen, dessen Schild eine Kirche zeigte und auf dessen Helm sich zwei mit Pfauenfedern besetzte Büffelhörner befanden. [3] Er stammte aus Wien und war der Sohn des Bogners und Büchsenmachers Sigmund Kirchhofer aus dessen zweiter Ehe mit Margret.[2] Zu seiner Verwandtschaft zählten die Familien der Bürgermeister Sigmund Pernfuß, Martin Siebenbürger und Hermes Schallautzer.[4]
Wolfgang Kirchhofer war mit dreimal verheiratet,
∞ in 1. Ehe um 1511 mit Margret († 1516), der Witwe von Bartlmä Schallautzer und Tochter von Hans Kopp, ihre Schwester Helena war mit Martin Siebenbürger verheiratet[1],
∞ in 2. Ehe um 1517 mit Rosina († 1519), der Witwe von Stefan Rauchenperger und Jeronim Turner (* in Villach; † 1515).[2] Dieser war von Beruf Kramer und ist urkundlich zwischen 1498-1502 in Wiener Neustadt und seit 1498 in Wien belegt, wo er 1509 als Ratsherr wirkte[5],
∞ in 3. Ehe mit Anna († 1560; 1512 belegt). Nach seinem Tod heiratete sie vor/um 1528 Leopold Ofner.[1]
Wolfgang Kirchhofer hatte aus den früheren Ehen seiner beiden ersten Ehefrauen 9 Stiefkinder. Aus seiner dritten Ehe hatte er eine Tochter mit Namen Margret, die erst nach seinem Tod geboren wurde. Sie war in zweiter Ehe mit Hans Piesch und in dritter Ehe mit dem Ratsherrn Hans Hutstocker verheiratet war.[1]
Leben
Wolfgang Kirchhofer wird erstmals 1506 genannt. Von Beruf war er Ungelter und um 1507 Schreiber im Hubhaus[A 2].[2] 1507 ist er als Mitglied der "Gottsleichnamsbruderschaft" zu St. Stephan belegt. 1512 wurde er Schreiber des Vizedoms, 1518 Ratsherr.[1] 1519-1520 war er Bürgermeister der Stadt Wien.[2] 1521 war er wieder Ratsherr, 1522 Mitglied des Genanntenkollegiums, außer 1521-1525 Kirchmeister von St. Stephan.[1]
In seine Amtszeit als Bürgermeister fällt der Aufstand der Landstände des Herzogtums Österreich gegen das landesfürstliche Regiment (1519-1522). Über diese Jahre verfasste Wolfgang Kirchhofer Erinnerungen. Er agierte als vorsichtiger Taktiker und versuchte, möglichst neutral bleiben. Trotzdem hatte er sich vor dem Wiener Neustädter Blutgericht zu verantworten, wo seine Landesverweisung erwogen wurde. Von dieser wurde allerdings Abstand genommen.[1]
Literatur
- Felix Czeike (Hrsg.): Kirchhofer Wolfgang. In: Historisches Lexikon Wien. Band 3, Kremayr & Scheriau, Wien 1994, ISBN 3-218-00545-0, S. 517. digital
Weblinks
- Kirchhofer Wolfgang, Website Stadt Wien, Wiener Bürgermeister - Lebensdaten
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Kirchhofer Wolfgang. In: Historisches Lexikon Wien. Band 3, Kremayr & Scheriau, Wien 1994, ISBN 3-218-00545-0, S. 517.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 vgl. Kirchhofer Wolfgang, Website Stadt Wien, eingesehen am 28. Jänner 2018
- ↑ vgl. Wolfgang Kirchhofer im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien, abgerufen am 2. Dezember 2018
- ↑ vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Schallautzer (Schallauczer) Hermes. In: Historisches Lexikon Wien. Band 5, Kremayr & Scheriau, Wien 1997, ISBN 3-218-00547-7, S. 60.
- ↑ vgl. Jeronim Turner im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien, abgerufen am 2. Dezember 2018
Anmerkungen
- ↑ Wien war damals die größte Stadt im Herzogtum Österreich. Sie gehörte zu den Landständen des Herzogtums und behauptete sich im 15. Jahrhundert endgültig als Hauptstadt des Herzogtums Österreich "unter der Enns". Unter den Babenbergern war Wien seit Herzog Heinrich (II.) von Österreich ("Heinrich Jasomirgott") gewöhnlich der Sitz des Herzogs von Österreich. Wien gehörte zu den wichtigsten Residenzen der Habsburger, wurde aber erst im 17. Jahrhundert endgültig die Hauptstadt ihres Reiches.
- ↑ Der Schreiber im Hubhaus war ein landesfürstlicher Beamter der Finanzverwaltung, vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Kirchhofer Wolfgang. In: Historisches Lexikon Wien. Band 3, Kremayr & Scheriau, Wien 1994, ISBN 3-218-00545-0, S. 517.
Vorgänger | Amt | Nachfolger |
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Leonhard Pudmannsdorfer | Bürgermeister von Wien 1519-1520 | Hans Süß |