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== Geschichte der Pfarrkirche Stockerau == | == Geschichte der Pfarrkirche Stockerau == | ||
In den Annalen der Stifte [[Stift Melk|Melk]], [[w:Hochstift Merseburg|Merseburg]] und [[w:Abtei Niederaltaich|Niederaltaich]] wird die älteste Kirche von Stockerau als erste Grabstätte des Heiligen Kolomans genannt. Sie soll sich "nahe der Donau in einer Au" befunden haben. 1013 soll sie als Folge einer Überschwemmung zur Hälfte unter Wasser gestanden haben, jedoch blieb das Grab des Heiligen unversehrt.<ref name ="Stockerau6"/> Diese Kirche | In den Annalen der Stifte [[Stift Melk|Melk]], [[w:Hochstift Merseburg|Merseburg]] und [[w:Abtei Niederaltaich|Niederaltaich]] wird die älteste Kirche von Stockerau als erste Grabstätte des Heiligen Kolomans genannt. Sie soll sich "nahe der Donau in einer Au" befunden haben. 1013 soll sie als Folge einer Überschwemmung zur Hälfte unter Wasser gestanden haben, jedoch blieb das Grab des Heiligen unversehrt.<ref name ="Stockerau6"/> Diese Kirche wurde in der älteren Forschung mit der späteren Stadtpfarrkirche identifiziert, obwohl die überlieferten Fakten nicht so recht zusammenpassen. Nach einer neueren Theorie soll bei dieser Kapelle im 17. Jahrhundert das Franziskanerkloster erbaut worden sein.<ref>vgl. Günter Sellinger: ''Stockerau''. Geschichte und Geschichten. Eigenverlag Stadtgemeinde / Bezirksmuseum, Stockerau, 2009. ISBN 3-901372-02-4, S. 58f.</ref> | ||
Mit Sicherheit wurde die "erste" Stadtpfarrkirche jedenfalls vor 1215 erbaut, da 1215 erstmals die Pfarre Stockerau urkundlich genannt ist. Sie bestand bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhundert. Nach ihrem Abriss wurde sie 1777/78 durch einen Neubau ersetzt.<ref name ="StadtStockerau"/> Diese "zweite" Stadtpfarrkirche wurde am 7. Oktober 1781 durch den Wiener Weihbischof Ernst Johann Graf von Herberstein geweiht.<ref name ="Stockerau9"/> Die Stadtpfarrkirche war Zentrum einer Pfarre, die von Beginn an sehr gut dotiert war und eine eigene kleine Grundherrschaft bildete. Sie wurde mehrmals von historischen Geschehnissen geprägt. 1426 suchte die Bevölkerung von Stockerau vor den [[Hussitenkrieg|Hussiten]] Zuflucht in ihren Umfassungsmauern<ref name ="StadtStockerau"/>. Im 16. und 17. Jahrhundert folgten die Reformation und Gegenreformation. 1713 wurde die Pfarre von einer Pestepidemie heimgesucht, 1805 und 1809 von den "Napoleonischen Kriegen". Schließlich folgten noch der Erste und der Zweite Weltkrieg.<ref name ="Stockerau5">vgl. ''Stockerau'',1975, S. 5</ref> | Mit Sicherheit wurde die "erste" Stadtpfarrkirche jedenfalls vor 1215 erbaut, da 1215 erstmals die Pfarre Stockerau urkundlich genannt ist. Sie bestand bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhundert. Nach ihrem Abriss wurde sie 1777/78 durch einen Neubau ersetzt.<ref name ="StadtStockerau"/> Diese "zweite" Stadtpfarrkirche wurde am 7. Oktober 1781 durch den Wiener Weihbischof Ernst Johann Graf von Herberstein geweiht.<ref name ="Stockerau9"/> Die Stadtpfarrkirche war Zentrum einer Pfarre, die von Beginn an sehr gut dotiert war und eine eigene kleine Grundherrschaft bildete. Sie wurde mehrmals von historischen Geschehnissen geprägt. 1426 suchte die Bevölkerung von Stockerau vor den [[Hussitenkrieg|Hussiten]] Zuflucht in ihren Umfassungsmauern<ref name ="StadtStockerau"/>. Im 16. und 17. Jahrhundert folgten die Reformation und Gegenreformation. 1713 wurde die Pfarre von einer Pestepidemie heimgesucht, 1805 und 1809 von den "Napoleonischen Kriegen". Schließlich folgten noch der Erste und der Zweite Weltkrieg.<ref name ="Stockerau5">vgl. ''Stockerau'',1975, S. 5</ref> | ||
== Der Pfarrhof der Stockerauer Pfarrkirche == | == Der Pfarrhof der Stockerauer Pfarrkirche == |
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