Planitzengut

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Blick von Südwesten auf das Planitzengut in der Bildmitte

Das Planitzengut (kurz Planitzen) ist ein Einzelhof in der Marktgemeinde Bad Hofgastein im Bundesland Salzburg.

Anlage

Planitzengut aus der Vogelperspektive

Der Einzelhof Planitzen ist eine Ortslage der Ortschaft Heißingfelding.[1] Er gehört zur gleichnamigen Katastralgemeinde Heißingfelding. Das Gut steht auf einer Höhe von 1258 m ü. A. an den südwestlichen Berghängen des Rauchkogels in der Ankogelgruppe.[2] Es ist neben dem Schachengut in Bad Gastein das höchstgelegene Bauerngut im Gasteinertal.[3] Zum Planitzengut führt eine auch als Wanderweg genutzte Straße.[4] Am Hof gibt es eine Stempelstelle für Wandernadeln des Österreichischen Alpenvereins.[5]

Als Planitzen wird auch das Gebiet rund um den Hof und oberhalb der Rotte Gadaunern bezeichnet. An das Gebiet grenzt im Süden die Gadaunerer Schlucht mit steil abfallenden, felsigen Abschnitten.[6] Östlich, südlich und westlich des Planitzenguts wächst ein Grauerlen-Hangwald. Im Nordosten erstreckt sich eine Rotwild-Ruhezone, die von 1. November bis 31. Mai nicht betreten werden darf.[2]

Eine dem Planitzengut zugehörige Almhütte ist die Planitzenhütte auf der Rastötzenalm.[7]

Geschichte

Das Planitzengut ist eines der ältesten Bauerngüter im Gasteinertal. Eine unterhalb des Dachfirsts angebrachte Jahreszahl lässt sich möglicherweise als 1177 lesen.[3] Gesichert ist eine Abgabenpflicht des Guts an das Herzogtum Bayern im Jahr 1224.[6] Damals wurde es als ze Plaeniz erwähnt. Ein Besitzer namens Otto de Planizen wurde 1350 genannt.[3]

Zwischenzeitlich wurde zwischen Oberplanitzen als Name des Gutes und Niederplanitzen oder Unterplanitzen als diesem zugehörige tiefer gelegene Weiden unterschieden.[3] Im von 1823 bis 1830 erstellten Franziszeischen Kataster ist der Hof in der Schreibweise Planietzen verzeichnet.[2]

Im Jahr 1970 wurde eine Seilbahn zum Planitzengut geschaffen. Um- und Neubauten am Hof erfolgten von 1976 bis 1977. Das Stallgebäude wurde 2011 neu errichtet.[3]

Weblinks

 Planitzengut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Einzelnachweise

  1.  Ortsverzeichnis Salzburg 2001. Verlag Österreich, Wien 2004, ISBN 3-902452-44-7, S. 80 (statistik.at).
  2. 2,0 2,1 2,2 SAGIS (Salzburger Geographisches Informationssystem). Land Salzburg, abgerufen am 23. Jänner 2026.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Anton Ernst Lafenthaler: Geschichte/Gasteinertal: Illyrer, Kelten, Römer, Bajuwaren. In: Gastein im Bild. Abgerufen am 23. Jänner 2026.
  4. Anton Ernst Lafenthaler: Zeitenwende: Infrastruktur – Verkehrswege (7.1.). In: Gastein im Bild. Abgerufen am 23. Jänner 2026.
  5. Auswahl der Stempelstellen im Gasteinertal. In: Gasteiner Wanderbuch. Abgerufen am 23. Jänner 2026.
  6. 6,0 6,1 Anton Ernst Lafenthaler: Geographie: Berg-, Bach- und Flurnamen. In: Gastein im Bild. Abgerufen am 23. Jänner 2026.
  7. Anton Ernst Lafenthaler: Menschenwerke: Almhütten im 20. Jh. In: Gastein im Bild. Abgerufen am 23. Jänner 2026.

47.1568613.12821Koordinaten: 47° 9′ 25″ N, 13° 7′ 42″ O