Bergmühle: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Bergmühle''', auch '''Khreutlmühle''', '''Hofgartenmühle''' oder '''Seltenhammermühle''' genannt, war eine Mühle im Bereich der heutigen Kaltenleutgebner Straße 25 an der Dürren Liesing (Kaltenleutgebner Bach) im Kaltenleutgebner Tal. 1858 wurde sie von Conrad Seltenhammer übernommen. Die Getreidemühle (Lohnmühle) wurde mit zwei oberschlächtigen Mühlrädern: ''mit je 3 bis 6 Pferdekräften (4,4 Meter Gefälle, 0,03 bis 9,12 Kubikmeter abfließendes Wasser in der Sekunde) und zwei Mahlgänge mit Beutelkasten-Vorrichtung'' angetrieben.<ref>NÖ Landesbibliothek, Sign. 3364, Das Gebiet des Schwechatflusses, 1878</ref> 1878 vermerkt das NÖ Landesarchiv, dass die Mühle außer Betrieb sei.
Die '''Bergmühle''', auch '''Khreutlmühle''', '''Hofgartenmühle''' oder '''Seltenhammermühle''' genannt, war eine Mühle im Bereich der heutigen Kaltenleutgebner Straße 25 an der Dürren Liesing (Kaltenleutgebner Bach) im Kaltenleutgebner Tal. 1858 wurde sie von Conrad Seltenhammer übernommen. Die Getreidemühle (Lohnmühle) wurde mit zwei oberschlächtigen Mühlrädern: ''mit je 3 bis 6 Pferdekräften (4,4 Meter Gefälle, 0,03 bis 9,12 Kubikmeter abfließendes Wasser in der Sekunde) und zwei Mahlgänge mit Beutelkasten-Vorrichtung'' angetrieben.<ref>NÖ Landesbibliothek, Sign. 3364, Das Gebiet des Schwechatflusses, 1878</ref> 1878 vermerkt das NÖ Landesarchiv, dass die Mühle außer Betrieb sei.
== Geschichte ==
Die Bergmühle, später auch Hofgartenmühle, befand sich direkt am Kaltenleutgebenbach. Erstmals ist sie als Kreutlmühl genannt. Ihr erster namentlich bekannter Besitzer war Michael Wurmsteiner, auf ihn folgte der Müller Andreas Kellner. 1722 kam die Mühle in den Besitz von Wolf Rodel, in dessen Familie die Mühle bis 1780 verblieb und als solche betrieben wurde. Bis 1809 gehörte die Mühle dann Johann Georg Kramer.<ref name ="Lohmann39">vgl. Klaus Lohrmann: ''Die alten Mühlen an der Wien'', 1980, S. 39</ref> 1818 kam die Mühle durch Kauf in den Besitz von Laurenz Fleschner, der sie schon 1820 an Florian Lang weiterverkaufte. Bis 1849 war die Mühler im Besitz von Müllern aus [[Rodaun]]. 1849 war sie für kurze Zeit im Besitz der Wiener Bäckermeisterin Wilhelmine Schmitt. Von 1858 bis in die 1890er-Jahre gehörte sie dann der Familie Seltenhammer, nach der sie zuletzt Seltenhammermühle hieß. In den 1890er-Jahre wurde der Mühlenbetrieb der einstigen Bergmühle aufgegeben, nachdem ihre Umstellung auf eine Dampfmühle gescheitert war und sie dem Konkurrenzdruck der in der Nähe gelegenen [[Polsterermühle|Neumühle]] weichen musst.<ref name ="Lohmann40">vgl. Klaus Lohrmann: ''Die alten Mühlen an der Wien'', 1980, S. 40</ref>


== Literatur ==
== Literatur ==
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