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== Der wirtschaftliche Aufschwung der Mühle im Besitz des Dorotheerklosters == | == Der wirtschaftliche Aufschwung der Mühle im Besitz des Dorotheerklosters == | ||
Um 1500 verpachtete das Dorotheerkloster die Stampfmühle an den Müller Paul Riedl und dessen Familie. Der Pachtvertrag sicherte dem Kloster bestimmte Natural- und Geldeinnahmen, ohne dass es das Geschäftsrisiko mitzutragen hatte. Nach der [[Türkenkriege in Österreich|Ersten Wiener Türkenbelagerung]] (1529) entschloss sich das Kloster Pulgarn wegen der beträchtlichen Schäden, die durch die Belagerung entstanden waren, den Besitz an | Um 1500 verpachtete das Dorotheerkloster die Stampfmühle an den Müller Paul Riedl und dessen Familie. Der Pachtvertrag sicherte dem Kloster bestimmte Natural- und Geldeinnahmen, ohne dass es das Geschäftsrisiko mitzutragen hatte. Nach der [[Türkenkriege in Österreich|Ersten Wiener Türkenbelagerung]] (1529) entschloss sich das Kloster Pulgarn wegen der beträchtlichen Schäden, die durch die Belagerung entstanden waren, den Besitz an die Pfarre Gumpendorf abzustoßen. 1546 erwarb Vinzenz Muschinger und danach 1582 das Dorotheerkloster die Grundherrschaft über die Mühle und die dort lebenden Personen, wodurch die Mühle eine "freies Eigen" bzw. eine Freimühle (Dominikalmühle) wurde. Zu dieser Zeit setzte sich der Name Dorotheermühle durch.<ref name ="Lohrmann32">vgl. Klaus Lohrmann: ''Die alten Mühlen an der Wien'', 1980, S. 32</ref> | ||
Hatte um 1414 zur späteren Hofmühle nur ein einziger Weingarten gehört, der sich nicht einmal neben der Mühle befand, sondern vermutlich im Saugraben, dem untersten Teil der späteren Linken Wienzeile, so gehörten zur Mühle um 1434 bereits drei Weingärten.<ref name ="Lohrmann31"/> Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte die Dorotheermühle einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufstieg.<ref name ="Lohrmann32"/> Seit 1669 sind Baulichkeiten, die zur Mühle gehörten, genannt. Später gehörte zur Mühle noch ein recht ausgedehntes Grundstück, das sich direkt in ihrem Umfeld befand und 1684 an einen Subpächter weiter verpachtet wurde. Dieser errichtete auf diesem Grundstück eine Werkstatt und ein Laboratorium für die Leder- und Tucherzeugung. Als die Mühle 1804 verkauft wurde, gehörten zu ihr ein Wirtshaus und einige Gärten.<ref name ="Lohrmann31"/> | Hatte um 1414 zur späteren Hofmühle nur ein einziger Weingarten gehört, der sich nicht einmal neben der Mühle befand, sondern vermutlich im Saugraben, dem untersten Teil der späteren Linken Wienzeile, so gehörten zur Mühle um 1434 bereits drei Weingärten.<ref name ="Lohrmann31"/> Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte die Dorotheermühle einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufstieg.<ref name ="Lohrmann32"/> Seit 1669 sind Baulichkeiten, die zur Mühle gehörten, genannt. Später gehörte zur Mühle noch ein recht ausgedehntes Grundstück, das sich direkt in ihrem Umfeld befand und 1684 an einen Subpächter weiter verpachtet wurde. Dieser errichtete auf diesem Grundstück eine Werkstatt und ein Laboratorium für die Leder- und Tucherzeugung. Als die Mühle 1804 verkauft wurde, gehörten zu ihr ein Wirtshaus und einige Gärten.<ref name ="Lohrmann31"/> | ||
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