Hofmühle (Gumpendorf): Unterschied zwischen den Versionen

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Hatte um 1414 zur späteren Hofmühle nur ein einziger Weingarten gehört, der sich nicht einmal neben der Mühle befand, sondern vermutlich im Saugraben, dem untersten Teil der späteren Linken Wienzeile, so gehörten zur Mühle um 1434 bereits drei Weingärten.<ref name ="Lohrmann31"/> Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte die Dorotheermühle einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufstieg.<ref name ="Lohrmann32"/> Seit 1669 sind Baulichkeiten, die zur Mühle gehörten, genannt. Später gehörte zur Mühle noch ein recht ausgedehntes Grundstück, das sich direkt in ihrem Umfeld befand und 1684 an einen Subpächter weiter verpachtet wurde. Dieser errichtete auf diesem Grundstück eine Werkstatt und ein Laboratorium für die Leder- und Tucherzeugung. Als die Mühle 1804 verkauft wurde, gehörten zu ihr ein Wirtshaus und einige Gärten.<ref name ="Lohrmann31"/>
Hatte um 1414 zur späteren Hofmühle nur ein einziger Weingarten gehört, der sich nicht einmal neben der Mühle befand, sondern vermutlich im Saugraben, dem untersten Teil der späteren Linken Wienzeile, so gehörten zur Mühle um 1434 bereits drei Weingärten.<ref name ="Lohrmann31"/> Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte die Dorotheermühle einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufstieg.<ref name ="Lohrmann32"/> Seit 1669 sind Baulichkeiten, die zur Mühle gehörten, genannt. Später gehörte zur Mühle noch ein recht ausgedehntes Grundstück, das sich direkt in ihrem Umfeld befand und 1684 an einen Subpächter weiter verpachtet wurde. Dieser errichtete auf diesem Grundstück eine Werkstatt und ein Laboratorium für die Leder- und Tucherzeugung. Als die Mühle 1804 verkauft wurde, gehörten zu ihr ein Wirtshaus und einige Gärten.<ref name ="Lohrmann31"/>


Um 1680 wurde die Dorotheermühle durch einen von der Wien abgeleiteten Mühlbach betrieben, der durch die Mollardgasse und Hofmühlgasse floss.<ref name ="czeike3-237"/> 1761 wurde sie an Georg Raab verpachtet, dessen [[Raab (Familie)|Familie]] in den Folgejahren zu einer der bedeutendsten Müllerfamilie von Wien aufsteigen sollte. Später war sein Neffe Ferdinand Raab, der Müller der benachbarten [[Kirchenmühle (Gumpendorf)|Kirchenmühle]],  bis 1800 ihr Pächter.<ref name ="Lohrmann33">vgl. Klaus Lohrmann: ''Die alten Mühlen an der Wien'', 1980, S. 33</ref> 1783 wurde das Dorotheerkloster unter [[w:Joseph II.|Kaiser Joseph II.]] († 1790) aufgehoben und der Verwaltung von Abt Floridus von Klosterneuburg unterstellt.<ref>vgl. Klaus Lohrmann: ''Die alten Mühlen an der Wien'', 1980, S. 32f.</ref> Von diesem kaufte die Stadt Wien 1786 die Dorotheermühle.<ref name ="Lohrmann33"/>
Um 1680 wurde die Dorotheermühle durch einen von der Wien abgeleiteten Mühlbach betrieben, der durch die Mollardgasse und Hofmühlgasse floss.<ref name ="czeike3-237"/> 1761 wurde sie an Georg Raab verpachtet, dessen [[Raab (Familie)|Familie]] in den Folgejahren zu einer der bedeutendsten Müllerfamilie von Wien aufsteigen sollte. Später war sein Neffe Ferdinand Raab, der Müller der benachbarten Kirchenmühle,  bis 1800 ihr Pächter.<ref name ="Lohrmann33">vgl. Klaus Lohrmann: ''Die alten Mühlen an der Wien'', 1980, S. 33</ref> 1783 wurde das Dorotheerkloster unter [[w:Joseph II.|Kaiser Joseph II.]] († 1790) aufgehoben und der Verwaltung von Abt Floridus von Klosterneuburg unterstellt.<ref>vgl. Klaus Lohrmann: ''Die alten Mühlen an der Wien'', 1980, S. 32f.</ref> Von diesem kaufte die Stadt Wien 1786 die Dorotheermühle.<ref name ="Lohrmann33"/>


== Von der Dorotheermühle zur Hofmühle - das Ende der Hofmühle ==
== Von der Dorotheermühle zur Hofmühle - das Ende der Hofmühle ==
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