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Ursprünglich gab es nur ein "Loisdorf", der Name kann auf eine [[w:Slawen|slawische]] Siedlung names "Valstoj" oder "Vlastej" zurückgeführt werden. Durch die [[W:Deutsche_Ostsiedlung|deutschen Kolonisten]] wurde dann daraus "Loisdorf". Dieses "Loisdorf" spaltete sich in weiterer Folge in die beiden Orte [[Oberloisdorf]], das heute eine eigene Gemeinde ist, und Unterloisdorf auf. [[1225]] wurde der Name, damals noch "Laztay", das erste Mal in einer Urkunde genannt. | Ursprünglich gab es nur ein "Loisdorf", der Name kann auf eine [[w:Slawen|slawische]] Siedlung names "Valstoj" oder "Vlastej" zurückgeführt werden. Durch die [[W:Deutsche_Ostsiedlung|deutschen Kolonisten]] wurde dann daraus "Loisdorf". Dieses "Loisdorf" spaltete sich in weiterer Folge in die beiden Orte [[Oberloisdorf]], das heute eine eigene Gemeinde ist, und Unterloisdorf auf. [[1225]] wurde der Name, damals noch "Laztay", das erste Mal in einer Urkunde genannt. | ||
Im Zuge der [[w:Belagerung von Kőszeg|Belagerung von Kőszeg]] im Jahre [[1532]] wurde das Gebiet um Unterloisdorf verwüstet. Während dieser 25-tägigen Belagerung legten [[w:Osmanisches Reich|osmanische]] Streifscharen, die sogenannten [[w:Akıncı|Akıncı]], das Umland von [[w:Kőszeg|Kőszeg (Güns)]] in Schutt und Asche. Nach Abbruch der Kampfhandlungen marschierte das türkische Hauptheer (300.000 Menschen, darunter ein [[w:Tross|Tross]] mit ca. 100.000 Mann) über das Burgenland und die [[Steiermark]] nach Süden ab. Dabei wurden zahlreiche Ortschaften dem Erdboden gleichgemacht, die Bewohner entweder ermordet oder versklavt. Auch Unterloisdorf teilte dieses Schicksal. Das verwüstete Gebiet wurde ab [[1568]] durch [[W:Burgenlandkroaten|kroatische]] Siedler, welche die Grundherrn ins Land holten, wieder aufgebaut. | Im Zuge der [[w:Belagerung von Kőszeg|Belagerung von Kőszeg]] im Jahre [[1532]] wurde das Gebiet um Unterloisdorf verwüstet. Während dieser 25-tägigen Belagerung legten [[w:Osmanisches Reich|osmanische]] Streifscharen, die sogenannten [[w:Akıncı|Akıncı]], das Umland von [[w:Kőszeg|Kőszeg (Güns)]] in Schutt und Asche. Nach Abbruch der Kampfhandlungen marschierte das türkische Hauptheer (300.000 Menschen, darunter ein [[w:Tross|Tross]] mit ca. 100.000 Mann) über das Burgenland und die [[Steiermark]] nach Süden ab. Dabei wurden zahlreiche Ortschaften dem Erdboden gleichgemacht, die Bewohner entweder ermordet oder versklavt. Auch Unterloisdorf teilte dieses Schicksal. Das verwüstete Gebiet wurde ab [[1568]] durch [[W:Burgenlandkroaten|kroatische]] Siedler, welche die Grundherrn ins Land holten, wieder aufgebaut. | ||
In den Jahren [[1605]]/[[1606]] erfolgte eine weitere Zerstörung des Ortes. Dieses Mal waren die [[w:Heiducken|Heiducken]] des [[w:Stephan Bocskai|Stephan Bocskais]] die Übeltäter. Aber Unterloisdorf erholte sich auch von diesem Schicksalsschlag und war bis [[1622]] nicht nur wieder aufgebaut sondern sogar noch vergrößert worden. | |||
Der Bevölkerungsstand war im Jahr [[1785]] mit 432 Personen fast doppelt so hoch als heute.<ref>[http://unterloisdorf.at/?p=auszug-aus-der-ortschronik | Der Bevölkerungsstand war im Jahr [[1785]] mit 432 Personen fast doppelt so hoch als heute.<ref>[http://unterloisdorf.at/?p=auszug-aus-der-ortschronik Auszug aus der Ortschronik], Auszug aus der Ortschronik von Unterloisdorf. Abgerufen am 10. Juni 2015. </ref> | ||
== Gebäude == | == Gebäude == |