Godtinesfeld: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Godtinesfeld''' oder '''Goteinsfeld''', auch '''Gotinesfelde''', '''Gottinisvelde''' oder '''Gotesvelde''', ist ein abgekommener Ort, der sich im Mittelalter auf dem Areal des 13. Wiener Gemeindebezirks befand. Erstmals wird es in einer Schenkungsurkunde genannt, die als älteste Dokument zur Geschichte des 13. Bezirks gilt. Siedlungsspuren sind nach bisherigen Forschungsstand nicht erhalten.
Das '''Godtinesfeld''' oder '''Goteinsfeld''', auch '''Gotinesfelde''', '''Gottinisvelde''' oder '''Gotesvelde''', ist ein abgekommener Ort, der sich im Mittelalter auf dem Areal des 13. Wiener Gemeindebezirks befand. Erstmals wird es in einer Schenkungsurkunde genannt, die als älteste Dokument zur Geschichte des 13. Bezirks gilt. Siedlungsspuren sind nach bisherigen Forschungsstand nicht erhalten. Nicht eindeutig geklärt ist außerdem, ob Godtinesfeld eine Ortschaft oder eine Örtlichkeit war.


== Belege für das Godtinesfeld ==
== Belege für das Godtinesfeld ==
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== Die ungefähre Lage des Godtinesfelds ==
== Die ungefähre Lage des Godtinesfelds ==
Godtinesfeld befand sich auf dem Areal der Stadt [[Wien]] im heutigen [[Hietzing|13. Wiener Gemeindebezirk]]. Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass es sich in etwa dort befand, wo nach 1800 der Ort Unter-St.-Veit (heute Teil des 13. Bezirks) entstehen sollte.<ref name ="czeike2-575"/> Inzwischen gibt es Überlegungen, nach denen sich zwar das Zentrum von Godtinesfeld im späteren Ort St. Veit (erstmals 1194/95 genannt) befand, das Godtinesfeld aber ein wesentlich größeres Areal umfasste.<ref>vgl.[[w:Heinrich Gerstbach|Heinz Gerstbach]]: ''1000 Jahre Godtinesfeld - Hietzings älteste Dokument'', 2015, S. 5f.</ref>  
Nachdem in der älteren Forschung zunächst davon ausgegangen wurde, dass sich das Godtinesfeld in [[Perchtoldsdorf]] lag, gilt inzwischen als relativ sicher, dass es sich auf dem Areal der Stadt [[Wien]] im heutigen [[Hietzing|13. Wiener Gemeindebezirk]] befand. Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass es sich in etwa dort befand, wo nach 1800 der Ort Unter-St.-Veit (heute Teil des 13. Bezirks) entstehen sollte.<ref name ="czeike2-575"/> Inzwischen gibt es Überlegungen, nach denen sich zwar das Zentrum von Godtinesfeld im späteren Ort St. Veit (erstmals 1194/95 genannt) befand, das Godtinesfeld aber ein wesentlich größeres Areal umfasste, das bis zum ehemaligen Vorort Hietzing reichte.<ref>vgl.[[w:Heinrich Gerstbach|Heinz Gerstbach]]: ''1000 Jahre Godtinesfeld - Hietzings älteste Dokument'', 2015, S. 5f. und S. 17</ref>


== Die Godtinesfeld-Urkunde - das älteste Dokument von Wien-Hietzing ==
== Die Godtinesfeld-Urkunde - das älteste Dokument von Wien-Hietzing ==
Die Urkunde, in der das Godtinesfeld erstmals genannt ist, datiert auf den 5. Juli 1014 und wurde in [[w:Regensburg|Regensburg]] von Kaiser [[w:Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] († 1024) ausgestellt. In dieser schenkt er 30 Königshufen, die sich in Godtinesfeld in der [[Herzogtum Österreich|Markgrafschaft Österreich]] befinden, an das Domkapitel von [[w:Hochstift Bamberg|Bamberg]]. Die Urkunde befand sich viele Jahrhunderte im Besitz des Hochstiftes Bamberg und kam nach dessen Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts ins Staatsarchiv von Bamberg. Eine Kopie der Urkunde befindet sich seit 2000 im Bezirksmuseum Hietzing in Wien.<ref name ="Gerstbach5">vgl.[[w:Heinrich Gerstbach|Heinz Gerstbach]]: ''1000 Jahre Godtinesfeld - Hietzings älteste Dokument'', 2015, S. 5</ref>  
Die Urkunde, in der das Godtinesfeld erstmals genannt ist, datiert auf den 5. Juli 1014 und wurde in [[w:Regensburg|Regensburg]] von Kaiser [[w:Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] († 1024) ausgestellt. In dieser schenkt er 30 Königshufen, die sich in Godtinesfeld in der [[Herzogtum Österreich|Markgrafschaft Österreich]] ("Grafschaft des Grafen [[Heinrich I. (Österreich)|Heinrich]]") befinden, an das Domkapitel von [[w:Hochstift Bamberg|Bamberg]]. Die Urkunde befand sich viele Jahrhunderte im Besitz des Hochstiftes Bamberg und kam nach dessen Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts ins Staatsarchiv von Bamberg. Eine Kopie der Urkunde befindet sich seit 2000 im Bezirksmuseum Hietzing in Wien.<ref name ="Gerstbach5">vgl.[[w:Heinrich Gerstbach|Heinz Gerstbach]]: ''1000 Jahre Godtinesfeld - Hietzings älteste Dokument'', 2015, S. 5</ref>


== Primärquellen zur Godtinesfeld-Urkunde ==
== Primärquellen zur Godtinesfeld-Urkunde ==
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