ÖsterreichWiki:Löschkandidat/KÖHV Rupertina Salzburg

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KÖHV Rupertina, ÖCV

Wappen Zirkel
Datei:Wappen der KÖHV Rupertina Salzburg.jpg Datei:Zirkel der KÖHV Rupertina Salzburg.jpg
Basisdaten
Hochschule/n: Universität Salzburg, Mozarteum
Gründung: 29. Juni 1962
Gründungsort: Salzburg
Korporationsverband: Österreichischer Cartellverband (1967)
Kürzel: Rp
Farben:
Fuchsenfarben:
Art des Bundes: Männerbund
Stellung zur Mensur: nichtschlagend
Wahlspruch: Spiritum nolite exstinguere (1.Thess 5, 19)
Website: www.rupertina.at


Die Katholische österreichische Hochschulverbindung Rupertina Salzburg (Abkürzung K.Ö.H.V. Rupertina, Kürzel Rp) ist eine katholische, nichtschlagende, farbentragende Studentenverbindung mit Sitz in der Stadt Salzburg. Sie wurde am 29. Juni 1962 gegründet und ist somit die zweitälteste ÖCV-Verbindung in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Vorgeschichte und Hintergrund

Die KÖHV Rupertina Salzburg geht in ihrer Entstehung auf die KÖHV Alpinia Innsbruck zurück. Diese wurde am 1. Mai 1940 unter den Bedingungen des Nationalsozialismus gegründet und war Teil des katholisch geprägten Widerstands gegen das NS-Regime. Mitglieder der Alpinia standen in Verbindung mit verschiedenen Widerstandsnetzwerken, unter anderem mit der Weißen Rose, sowie mit alliierten Stellen. Angehörige der Verbindung wirkten im Mai 1945 an der Befreiung Innsbrucks mit.

Die Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus und der unmittelbaren Nachkriegsjahre prägten das Selbstverständnis der Alpinia nachhaltig und bildeten einen ideellen Hintergrund für spätere Verbindungsgründungen.

Gründung der Rupertina

Mit der Wiedererrichtung der Universität Salzburg, die 1962 gesetzlich beschlossen wurde, entstand der Bedarf nach einer weiteren katholischen Studentenverbindung am neuen Hochschulstandort. Zusätzlich wirkten der Österreichische Katholikentag 1962 in Salzburg sowie die Reformimpulse des Zweiten Vatikanischen Konzils auf die Gründungsinitiative ein.

Am 22. Juni 1962 trafen sich vier Mitglieder der KÖHV Alpinia Innsbruck in Salzburg, um die Gründung einer neuen Verbindung vorzubereiten. Dabei wurden der Name „Rupertina“, die Farben weiß–gold–grün–weiß sowie der Wahlspruch Spiritum nolite exstinguere (1. Thess 5,19) festgelegt. In der Folge wurden die Satzungen ausgearbeitet und die Verbindung bei der zuständigen Vereinsbehörde angemeldet. Die Gründung erfolgte als Gründung aus dem Verband durch die Mutterverbindung KÖHV Alpinia Innsbruck.

Aufnahme in den Cartellverband und Etablierung

Die Aufnahme der KÖHV Rupertina in den Österreichischen Cartellverband verzögerte sich zunächst aufgrund von Vorbehalten der bereits bestehenden KÖHV Rheno-Juvavia Salzburg, die traditionell an der theologischen Fakultät tätig war. Auf der Cartellvollversammlung 1963 wurde die Entscheidung über die Gründung daher vertagt.

Nach Verhandlungen zwischen der KÖHV Alpinia Innsbruck und der KÖHV Rheno-Juvavia Salzburg kam es am 25. April 1964 zu einer Vereinbarung über die Zusammenarbeit sowie die schrittweise Aufnahme des Verbindungsbetriebs. Am 19. Juni 1964 beschloss die Cartellvollversammlung in Graz mit großer Mehrheit die Aufnahme der KÖHV Rupertina Salzburg in den Österreichischen Cartellverband.

Im November 1964 trat Rupertina erstmals öffentlich an der Universität Salzburg in Erscheinung. Der regelmäßige aktive Verbindungsbetrieb begann im Sommersemester 1966, nachdem die vereinbarten Voraussetzungen erfüllt waren. Die feierliche Publikation der Verbindung erfolgte im Juni 1966 im Rahmen des Stiftungsfestes der Mutterverbindung Alpinia Innsbruck.

Nach anfänglichen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen verfügte die Verbindung zunächst über ein Verbindungslokal im Salzburger Stadtteil Parsch. Im Jahr 1975 konnte ein dauerhaftes Verbindungsheim in der Franziskanergasse in der Salzburger Altstadt bezogen werden, seit einigen Jahren wurde die Bude in die Festungsgasse verlegt.

Bekannte Mitglieder

  • Herbert Batliner (1928–2019), Rechtsanwalt, Finanztreuhänder und Kunstsammler (Träger des Ehrenrings)
  • Korbinian Birnbacher (* 1967), emeritierter Erzabt der Erzabtei St. Peter in Salzburg (Ehrenmitglied)
  • Josef Dechant (* 1942), ehemaliger Bürgermeister der Stadt Salzburg
  • Wilfried Hauslauer senior (1926–1992), ehemaliger Landeshauptmann von Salzburg
  • Wilfried Haslauer junior (* 1956), ehemaliger Landeshauptmann von Salzburg (Ehrenphilister)
  • Hans Heger (1915–1993), österreichischer Politiker (ÖVP), Industriekaufmann und Konsul (Träger des Ehrenrings)
  • Hans Katschthaler (1933–2012), ehemaliger Landeshauptmann von Salzburg
  • Alois Kothgasser (1937–2024), Erzbischof von Salzburg (Ehrenmitglied)
  • Peter Mittermayr (1942–2025), österreichischer Beamter und ehemaliger Leiter der Präsidialabteilung des Amtes der Salzburger Landesregierung
  • Franz Schausberger (* 1950), ehemaliger Landeshauptmann von Salzburg
  • Franz Viktor Spechtler (* 1938), österreichischer Germanist, em. Universitätsprofessor, Gründungssenior
  • Herwig van Staa (* 1942), österreichischer Politiker und ehemaliger Landeshauptmann von Tirol
  • Norbert Richard Wolf (* 1943), österreichischer germanistischer Mediävist, Linguist und Dialektologe, em. Lehrstuhlinhaber für deutsche Sprachwissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • Hans Zyla (1919–1999), österreichischer Politiker und Abgeordneter zum Salzburger Landtag

Literatur

  • Franz Viktor Spechtler: Rede auf dem Kommers des Stiftungsfestes der KÖHV Alpinia und der KÖHV Rupertina am 5. Mai 2018 in Salzburg.
  • Salzburg Geschichte & Politik: Eliten durch Engagement, Der Österreichische Cartellverband in Salzburg. Mittelungen der Dr. Hans Lechner-Forschungsgesellschaft, 26. Jahrgang, Nr. 3/4, Salzburg 2016.

Weblinks

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