Ambros Glück
Ambros Glück (* 24. Juni 1893 in Spannberg; † 25. September 1961 in Wien) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester, Theologe und Religionspädagoge.
Leben
Ambros Glück wurde 1893 als Kind einer Bauernfamilie in Spannberg geboren. Nach dem Besuch des Erzbischöflichen Seminar Hollabrunn begann er 1912 ein Studium der Theologie in Wien. Während seiner Studienzeit trat er 1913 der katholischen Studentenverbindung Nibelungia Wien im CV bei. Am 16. Juli 1916 empfing er in Wien die Priesterweihe.
Seine berufliche Laufbahn begann er 1917 als Kooperator in Wolkersdorf im Weinviertel. Dort engagierte er sich besonders in der Jugendarbeit und wurde 1920 der erste Verbindungsseelsorger der neugegründeten katholischen Mittelschulverbindung Herulia Wolkersdorf, für die er auch das Bundeslied und die Farbentstrophe verfasste.
Akademisch war Glück zweifach promoviert (DDr.). Im Juni 1920 schloss er sein Theologiestudium mit einer Dissertation über „Die messianische Idee in den Psalmen“ ab. Ein anschließendes Studium der Philosophie beendete er 1926 mit einem zweiten Doktorgrad. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten befasste er sich unter anderem in lateinischer Sprache mit den Werken des Kirchenlehrers Ambrosius von Mailand.
Ab 1920 war er als Religionsprofessor in Wien tätig, zunächst im zweiten Wiener Gemeindebezirk (Leopoldstadt). 1924 wurde er Mitglied der Verbindung Donaumark. Über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren wirkte er schließlich als Priester in der Pfarre Weinhaus im 18. Wiener Gemeindebezirk (Währing).
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Glück aufgrund seines Berufsstandes und seiner CV-Mitgliedschaft in den NS-Akten zunächst als Gegner geführt. Er trat jedoch der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) bei. In Beurteilungen aus den Jahren 1941 und 1943 wurde er als „nicht gegnerisch eingestellt“ sowie als „deutschvölkisch gesinnt“ beschrieben, weshalb er seine Tätigkeit als Priester und Lehrer ohne weitere Verfolgung fortsetzen konnte.
Glück trat 1955 in den Ruhestand. Er verstarb überraschend am 25. September 1961 in Wien-Weinhaus und wurde in seinem Geburtsort Spannberg beigesetzt.
Ehrungen und Titel
Im Laufe seines Lebens wurden Ambros Glück zahlreiche kirchliche und staatliche Ehrentitel verliehen:
- Monsignore (Msgr.): Päpstlicher Ehrentitel.
- Päpstlicher Ehrenkämmerer: Eine weitere Auszeichnung durch den Heiligen Stuhl.
- Oberstudienrat (OStR): Verliehen in seiner Eigenschaft als langjähriger Religionsprofessor.
- Erzbischöflicher Geistlicher Rat (eb. g. Rat): Titel der Erzdiözese Wien in Anerkennung seiner Verdienste.
Literatur
- Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 162.
Weblinks
Fotos zum Schlagwort Ambros Glück in der Topothek der Gemeinde/Region Spannberg (Urheberrechte beachten)