Andreas Geyling

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Andreas Geyling (* 7. Februar 1763 in Altlerchenfeld, Erzherzogtum Österreich unter der Enns; † 14. Mai 1819 in Mariahilf, ebenda) war ein österreichischer Hofdekorationsmaler der späten Barock- und frühen Biedermeierzeit. Obwohl er selbst nur begrenzt künstlerisch dokumentiert ist, gilt er als Stammvater einer der bedeutendsten Wiener Künstlerfamilien des 19. Jahrhunderts.

Leben

Andreas Geyling kam 1763 in der Regierungszeit von Kaiserin Maria Theresia als Sohn des Taglöhners Georg Geyling und dessen Eheweib Anna Maria in der damals Wiener Vorstadt Altlerchenfeld zur Welt. Nach seiner Grundausbildung arbeitete Geyling als Hofdekorationsmaler, eine Position, die ihn in die Nähe des kaiserlichen Hofes brachte. Dekorationsmaler waren zuständig für Bühnenbilder, Festdekorationen, Wand und Raumgestaltungen sowie höfische Repräsentationsarchitektur. Seine Tätigkeit fällt in eine Zeit, in der Wien kulturell aufblühte – unter Maria Theresia, Joseph II. und Franz I. war die Nachfrage nach dekorativen Arbeiten hoch.

Andreas Geyling war zweimal verheiratet. In erster Ehe mit Rosine Koller, die er am 16. Mai 1786 in der Pfarrkirche St. Joseph ob der Laimgrube im Wiener Vorort Mariahilf ehelichte[1] und nach deren frühzeitigen Ableben in zweiter Ehe mit der aus Neubau stammenden Barbara Laimer, welche er am 26. Mai 1795 in der Pfarrkirche Schottenfeld ehelichte[2]. Mit ihr hatte er mehrere Kinder, darunter die Söhne Josef und Carl Geyling, die selbst zu bekannten Künstlern wurden. Damit war Geyling der Begründer einer Künstlerdynastie, die über Generationen hinweg die Wiener Kunst und Glasmalereiszene prägte.

Anno 1794 erwarb Geyling das Mariahilfer Barockschlösschen in der Windmühlgasse 28 von Gottfried Freiherr von Sommerau, in welchem Maria Theresia des Öfteren bei dessen Gattin, einer Hofdame, zu Besuch war und das später unter dem Namen Geylinghaus bekannt wurde[3]. Gründete doch darin sein Sohn Carl seine berühmte Glasmalerei-Werkstätte-Firma Carl Geyling’s Erben.

Andreas Geyling verstarb im Mai 1819 in Mariahilf und wurde auf dem heute nicht mehr existierenden Friedhof Windmühlgasse zur letzten Ruhe bestattet.

Literatur

Einzelnachweise