Arnold Waigner
Arnold Waigner (* 3. November 1897 in Laa an der Thaya[1]; † 1. September 1981 in Laa an der Thaya) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester, langjähriger Propstpfarrer von Staatz und Dechant. Er prägte über Jahrzehnte das kirchliche Leben im Weinviertel.
Leben
Arnold Franz Josef Waigner wurde am 3. November 1897 als Sohn des gleichnamigen Apothekers Arnold Waigner geboren. Seine schulische Ausbildung absolvierte er im Jesuitenkollegium Kalksburg. Nach dem Studium der Theologie empfing er am 22. Juli 1923 in Wien die Priesterweihe. Seine Primiz feierte er am 29. Juli 1923 in Laa an der Thaya.[2]
Seine ersten Kaplansjahre verbrachte Waigner ab 1. September 1923 als Kooperator in Guntramsdorf.[3] Bereits am 1. September 1924 zum Studienpräfekten am Knabenseminar ernannt.[4] Ein Jahr später, am 1. Oktober 1925 wurde er zum zum Excurrendo-Provisor der St. Brigitta in in WIen-Brigittenau ernannt.[5] und als Präfekt die Leitung des Studentenheimes des Canisiuswerkes in Wien-Ober-St. Veit (Hietzing).[6]
Im September 1933 kehrte er in den Bereich der Ausbildung zurück und wirkte als Spiritual am Erzbischöflichen Knabenseminar Hollabrunn.[7]
Mit der Auflassung des Knabenseminars in Hollabrunn durch die Nationalsozialisten wurde Waigner mit dem 1. Oktober 1938 als Lokalprovisor für die Pfarre Altruppersdorf ernannt[8] und mit 1. Juli 1939 investiert.[9] Mit März 1943 wurde er zum Dechant des Dekanates Laa ernannt.[10]
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er am 1. November 1946 zum Propstpfarrer von Staatz berufen.[11] Die feierliche Installierung in dieses Amt erfolgte am 14. November 1946. In seiner Zeit in Staatz bekleidete er zudem die Ämter des Dechants sowie des Parochus consultor (Ratgeber in pfarrlichen Angelegenheiten).
Ein Schwerpunkt seines Wirkens in Staatz war die Wiederherstellung und Erweiterung des Geläuts nach den Verlusten des Krieges. Unter seiner Leitung wurden die sogenannte „Heldenglocke“ sowie eine neue Sterbeglocke angeschafft. Die Weihe der Glocken war für den 9. Oktober 1955 durch Kardinal Theodor Innitzer vorgesehen. Da der Kardinal jedoch am Morgen dieses Tages verstarb, wurde die Konsekration stattdessen durch Prälat Wildenauer vorgenommen.
Gegen Ende seiner Amtszeit forcierte er den Bau des Glockenturms in Kautendorf, dessen Einweihung im Jahr 1970 stattfand. Ende 1970 trat Waigner in den Ruhestand. Er verstarb am 1. September 1981 in Laa an der Thaya.
Ehrungen
Für seine Verdienste um die Kirche und die Gemeinde wurden Arnold Waigner folgende Ehrungen zuteil:
- Erzbischöflicher Konsistorialrat (E. b. Konsistorialrat)
- Ehrenbürgerschaft von Staatz (1967): Verliehen anlässlich seines 70. Geburtstages und seines langjährigen Wirkens in der Marktgemeinde.
Weblinks
Fotos zum Schlagwort Waigner in der Topothek der Gemeinde/Region Altruppersdorf (Urheberrechte beachten)
Literatur
- Helmut Hiemer, Marktgemeinde Staatz-Kautendorf (Hrsg.): Heimat rund um Staatz. Staatz 1997.
- Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 149.
Einzelnachweise
- ↑ Taufbuch der Pfarre Laa an der Thaya auf matricula online
- ↑ Primizen in der Erzdiözese Wien. In: Reichspost, 20. Juli 1923, S. 7 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 16/1923, S. 8 (online bei ANNO).
- ↑ Primizen in der Erzdiözese Wien. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 9/1924, S. 3 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese.: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Jahrgang 1925, S. 68 (online bei ANNO).
- ↑ Canisiuswerk zur Heranbildung katholischer Priester. In: Reichspost, 20. September 1925, S. 24 (online bei ANNO).
- ↑ Personalien. In: Salzburger Kirchenblatt / Salzburger Kirchenblatt. Neue Folge / Katholische Kirchenzeitung vormals („)Salzburger Kirchenblatt(“) / Klerus-Blatt vormals Katholische Kirchenzeitung, 5. Oktober 1933, S. 6 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese Wien. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 12/1938, S. 6 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese Wien. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 12/1939, S. 12 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese Wien. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 5/1941, S. 7 (online bei ANNO).
- ↑ Erzdiözesan-Nachrichten. In: W(iene)r.-Neustädter Zeitung. Organ des Vereines zur Wahrung bürgerlicher und gewerblicher Interessen, 6. Juli 1946, S. 6 (online bei ANNO).
- Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)
- Pfarrseelsorger (Staatz)
- Pfarrseelsorger (Guntramsdorf-St. Jakobus)
- Pfarrseelsorger (Altruppersdorf)
- Spiritual des Erzbischöflichen Seminar Hollabrunn
- Präfekt des Erzbischöflichen Seminar Hollabrunn
- Geboren 1897
- Gestorben 1981
- Mann
- Geboren in Laa an der Thaya
- Gestorben in Laa an der Thaya