Augustin Neudecker

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Augustin Neudecker (* 2. Juli 1914 in Wien; † 14. Jänner 2009 ebenda) war ein österreichischer römisch-katholischer Theologe, Päpstlicher Ehrenkaplan (Monsignore) und langjähriger Pfarrer.

Leben

Augustin Neudecker wurde 1914 in Wien geboren und empfing nach seinem Studium der Theologie am 10. Juli 1938 die Priesterweihe. Die Primiz feierte er am 17. Juli 1938 in Pfarrkirche Hütteldorf.[1] Seine Kaplansjahre verbrachte er zunächst ab 1. Oktober 1938 in der Pfarren Oberleis[2] und Seefeld, und bereits ab 25.Oktober 1938 als Lokalprovisor die Leitung der Gemeinde Obritz übernahm.[3] Im Anschluss wirkte er ab 1. Februar 1943 als Kaplan in der Muttergottespfarre im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße.[4]

Am 1. Jänner 1946 wurde er als erster Studienpräfekt am Erzbischöflichen Knabenseminar nach dem Krieg durch durch Kardinal Innitzer ernannt. Bereits im Oktober desselben Jahres folgte die Ernennung zum Spiritual, da Spiritual Kurz zum Rektor ernannt wird. In dieser Funktion war er für die geistliche Begleitung der Seminaristen verantwortlich.

Parallel setzte er seine akademische Laufbahn fort und wurde am 9. November 1954 an der Universität Wien promoviert. Seine Dissertation befasste sich unter dem Titel „Kirche und Papsttum nach den Predigten und Schriften des Fra Girolamo Savonarola“ kritisch mit dem Kirchenverständnis des Florentiner Reformpredigers.[5]

Nach einer Zwischenstation als Spiritual-Provisor in Wien-St. Joseph (Leopoldstadt) ab 1950, trat er am 1. November 1955 die Stelle als Pfarrer in Groß-Stelzendorf an.[6]

Dr. Neudecker verstarb am 14. Jänner 2009 im 95. Lebensjahr im Krankenhaus St. Elisabeth in Wien. Er wurde am 28. Jänner 2009 in der Priesterbegräbnisstätte der Erzdiözese Wien auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt ( Gruppe 59, Reihe 1).[7]

Ehrungen und Titel

Für seine Verdienste um die Kirche und seine langjährige Seelsorgertätigkeit erhielt Augustin Neudecker mehrere Auszeichnungen:

  • Erzbischöflicher Geistlicher Rat (GR)
  • Konsistorialrat (KR)
  • Päpstlicher Ehrenkaplan (Monsignore)

Weblinks

Literatur

  •  Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956.

Einzelnachweise

  1. Kirchenmusik. In: Reichspost, 16. Juli 1938, S. 8 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/rpt
  2. Chronik der Erzdözese Wien. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 11/1938, S. 8 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  3. Lokalprovisoren. In: Correspondenz-Blatt für den Katholischen/katholischen Clerus Oesterreichs / Korrespondenzblatt für den Katholischen Klerus (Österreichs), 25. Oktober 1938, S. 11 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ckk
  4. Chronik der Erzdiözese Wien. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 3/1943, S. 2 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  5. Personalnachrichten.Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Jahrgang 1954, S. 142 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  6. Personalnachrichten. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 13/1955, S. 7 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  7.  Todesfälle. In: Wiener Diözesanblatt. Wien Februar 2009, S. 13.