Carmen Hütter

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Sr. M. Carmen Hütter SRA (* 23. Juni 1935 als Ernestine Hütter in Eberschwang, Oberösterreich; † 20. Jänner 2026 in Wien) war eine österreichische Ordensschwester der Kongregation der Missionsschwestern Königin der Apostel (SRA). Sie bekleidete im Laufe ihrer fast 70-jährigen Zugehörigkeit zur Ordensgemeinschaft zahlreiche leitende Funktionen im Gesundheitswesen sowie innerhalb der internen Ordenshierarchie.

Leben

Carmen Hütter wurde 1935 in Oberösterreich geboren. Am 23. Mai 1952 trat sie in Wien in die Kongregation der Missionsschwestern „Königin der Apostel“ ein. Ihre erste Profess legte sie am 6. Jänner 1956 ab, die feierliche ewige Profess folgte am 6. Jänner 1962, ebenfalls in Wien.

Die Tätigkeit von Sr. Carmen Hütter umfasste sowohl pflegerische Leitungsaufgaben als auch administrative Managementfunktionen. Sie fungierte als Oberin im Krankenhaus Goldenes Kreuz sowie im Mutterhaus der Kongregation. Im öffentlichen Sektor war sie bis 1994 als Pflegedirektorin am Landesklinikum Hollabrunn tätig.

Innerhalb der Ordensstruktur übernahm sie weitreichende Verantwortung. Zwischen 1994 und 2000 war sie Mitglied des Generalrats der Kongregation. Im Jahr Juli 2009 wurde sie zur ersten Provinzoberin der damals neu geschaffenen Europa-Provinz ernannt.[1] In ihren Verantwortungsbereich fielen zudem infrastrukturelle Großprojekte, darunter die Renovierung des Mutterhauses in Wien sowie der Bau der ordenseigenen Einrichtung in Hollabrunn.

Zusätzlich zu ihren Verwaltungsaufgaben war sie über einen langen Zeitraum als Organistin und Sängerin für die musikalische Gestaltung der Liturgie verantwortlich.

Sr. Carmen Hütter verstarb am 20. Januar 2026 im Alter von 90 Jahren in der Klinik Floridsdorf in Wien. Zum Zeitpunkt ihres Todes befand sie sich im 70. Jahr ihrer Profess. Die Beisetzung erfolgte am 28. Januar 2026 im Gemeinschaftsgrab der Missionsschwestern auf dem Dornbacher Friedhof im 17. Wiener Gemeindebezirk.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1.  Institute des geweihten Lebens. In: Wiener Diözesanblatt. Wien September 2009, S. 34.
  2. Ernestine Hütter in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at