Diskussion:Jaro Prohaska
Künstler im Nationalsozialismus
Kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass im Bereich Kunst und Kultur ein besonderer Bekenntniszwang herrscht. Einerseits wurden beispielsweise rund um die Volksabstimmung über den Anschluss auch zahlreiche prominente Künstler zu Stellungnahmen genötigt, andererseits herrschte in den Nachkriegsjahren fallweise eine extrem vorwurfsvolle Haltung all jenen gegenüber, die nicht Widerstand leisteten, die nicht emigrierten. Oft bleibt eine differenzierte Haltung auf der Stelle. Opernsänger, -dirigenten und -regisseure sind im Regelfall keine Mörder und keine Folterer. Es ist richtig, ihre Weltanschauung in einen biographischen Artikel einzubetten, es ist aber nicht in Ordnung, alles auf diesen einen Aspekt zu reduzieren. Ein bedenklich stimmendes Beispiel stellt der Wikipedia-Artikel über Clemens Krauss dar, der von Beschuldigungsfuror geprägt ist. Große Teile seiner Lebensleistung fehlen. Ein Beispiel: Krauss war von 1929 bis Ende 1934 Wiener Staatsoperndirektor, nichts erfährt man über seine Leistung dort, nichts über Ur- und Erstaufführungen dort, nichts über die Intrigen und nichts über die Künstler, die seine Ära prägten. Die englische Version hingegen ist korrekt und informativ.--H. Altenwyl (Diskussion) 16:02, 10. Feb. 2026 (UTC)
- Es gibt begründete Vermutungen, warum bis 2026 kein Artikel über Jaro Prohaska geschrieben wurde, darunter jene, man wüsste nicht wie man die NS-affine Haltung des Sängers darstellen solle/könne. Ich habe mich bemüht, sine ira et studio zu schreiben. Für Anregungen und Vorschläge bin ich offen.--H. Altenwyl (Diskussion) 16:51, 10. Feb. 2026 (UTC)