EL-MOTION

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Die EL-MOTION (vollständiger Name: EL-MOTION – E-Mobilitäts-Fachkongress für Flotten, KMU und kommunale Anwender) ist ein österreichischer B2B-Fachkongress für Elektromobilität, Zero-Emission und die Transformation von Wirtschafts- und Güterverkehren. Sie gilt als Österreichs größter und ältester Fachkongress in diesem Segment und richtet sich gezielt an Flottenbetreiber, kommunale Anwender sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Der Kongress wurde 2010 initiiert und findet seither jährlich statt. Mit einem kumulierten Aufkommen von rund 5.000 Besuchern und über 500 Fachvorträgen (Stand 2025) hat sich die EL-MOTION zum Leitkongress der österreichischen E-Mobilitätsbranche entwickelt.[1]

Geschichte und Entwicklung

Die EL-MOTION debütierte im Jahr 2010 mit 240 Teilnehmern. Aufgrund der positiven Resonanz etablierte die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) die Veranstaltung als Fixpunkt im Branchenkalender. Während die erste Zusammenkunft 2010 stattfand, beginnt die offizielle Zählung der nummerierten Ausgaben mit dem Jahr 2011.[2]

Bis zum Jahr 2025 wurde die Veranstaltung von einer institutionellen Allianz getragen, bestehend aus[3]:

Die operative Leitung lag bis 2022 bei Robert Feierl (Feierl-Herzele GmbH) und wurde im August 2022 von der Witzany GmbH unter der Leitung von Astrid Witzany MSc. übernommen.

Entwicklung der Teilnehmer- und Ausstellerzahlen

Jahr Ausgabe Teilnehmer Aussteller Veranstaltungsort
2010 Debut 240 k. A. Wien
2011 1. k. A. k. A. WKÖ, Wien
2012 2. k. A. k. A. WIFI-OÖ, Linz
2016 6. ~250 k. A. Park Royal Palace, Wien
2018 8. ~370 40+ Park Royal Palace, Wien
2019 9. ~400 ~50 Park Royal Palace, Wien
2020 10. ~400+ ~50 Park Royal Palace, Wien
2021 11. ~300 digital Digital (COVID-19)
2022 12. ~440 ausgebucht Park Royal Palace, Wien
2024 14. ~500 33 Wiener Werkshallen, Wien
2025 15. 350 28 Eventhotel Pyramide, Vösendorf
2026 16. geplant geplant Eventhotel Pyramide, Vösendorf

Thematischer Fokus

Der Fokus der EL-MOTION liegt auf der praktischen Anwendung von emissionsfreien Antrieben im gewerblichen Kontext. Seit 2024 wurde das Spektrum verstärkt auf die Logistik und schwere Güterverkehre ausgeweitet.

Zentrale Themenfelder
  • Fahrzeugtechnologie: Elektrische Nutzfahrzeuge vom Lastenrad bis zum E-Sattelschlepper sowie Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (seit 2019).
  • Infrastruktur & Energie: Ladeinfrastruktur, PV-Eigenverbrauch, bidirektionales Laden und Netzintegration.
  • Recht & Förderung: EU-CO₂-Flottenziele, THG-Quotenhandel, AFIR-Verordnung sowie nationale Förderprogramme.
  • Kommunale Lösungen: Transformation von Müllentsorgungsflotten, Bussen und Baumaschinen.

EL-MO Award

Seit 2021 wird im Rahmen des Kongresses der EL-MO Award verliehen. Unter dem Motto „Tu Gutes und sprich darüber!“ prämiert eine Fachjury innovative Projekte, die zur CO₂-Reduktion im Wirtschaftsverkehr beitragen.

Kategorien
  1. Unternehmen & Kommunen: Fokus auf Flottenumstellung und Infrastruktur.
  2. Sonderpreis: Ausbildungseinrichtungen und Verbände.
Bekannte Preisträger (Auswahl)
  • 2021:MA 48 der Stadt Wien (erstes vollelektrisches Müllsammelfahrzeug) und Fronius International (H2-Solhub), VA Erzberg GmbH (elektrische Schwerlast-LKW im Tagebau), DiniTech GmbH (PV-Ladelösung), ADEG Markt Piber (PV-betriebener Lebensmittelmarkt)[5][6]
  • 2022: HySnow-Projekt (wasserstoffbetriebene Schneemobile)[7] sowie Hafen Wien/WienCont in Kooperation mit Helrom (intermodalen Trailer-on-Rail-Konzept)
  • 2023: Reform-Werke (Einachsgeräteträger, 1. Platz), die MA 48 (wasserstoffbetriebenes Müllfahrzeug) und Steyr Automotive (StART-App zur Flottenumstellung).[8]
  • 2024: eTaxi Austria (automatisiertes Laden)[9] und Jumug Vehicle (CargoScooter für Paketzustellung) und CPB Software (Ladetarif.at – Ladekostenvergleich).[10][11][3]

Bedeutung und Rezeption

In Fachmedien wie dem Magazin FLOTTE wird die EL-MOTION als „Urgestein der E-Mobility-Events“ bezeichnet.[11] Ihre Relevanz ergibt sich primär aus der B2B-Positionierung, die den Kongress von Publikumsveranstaltungen abgrenzt. Die enge Verzahnung mit der Politik ermöglicht einen direkten Dialog über regulatorische Rahmenbedingungen (z. B. das „Right to Plug“ oder Bauvorschriften).

Durch die langjährige Dokumentation (über 38 APA-OTS-Meldungen seit 2010)[12] gilt die Veranstaltung als wichtiges Barometer für die Marktentwicklung der Elektromobilität in Österreich.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. EMC Austria – Elektro-Mobilitäts-Club Österreich: EL-MOTION Fachkongress. emcaustria.at
  2. WKÖ: EL-MOTION – Österreichs E-Mobilitätskongress für KMU und kommunale Betriebe. APA-OTS-Pressemitteilung. ots.at
  3. 3,0 3,1 Großartiger Erfolg der EL-MOTION 2024. In: https://www.ffg.at/. 30.04, abgerufen am 15. Februar 2026.
  4. oekonews.at: Berichterstattung über EL-MOTION. oekonews.at
  5. Fünf Unternehmen mit EL-MO Award ausgezeichnet. In: https://www.ots.at/. 28. Jänner 2021, abgerufen am 15. Februar 2026.
  6. Wirtschaftszeit: EL-MO Award 2021. wirtschaftszeit.at
  7. HyCentA Research GmbH: HySnow-Projekt. hycenta.at
  8. Gerald Weiss: And the EL-MO goes to…… In: https://www.flotte.at/. 10. Mai 2023, abgerufen am 15. Februar 2026.
  9. Der Brutkasten: eTaxi Austria und Jumug Vehicles. derbrutkasten.com
  10. Großartiger Erfolg der EL-MOTION 2024. In: https://www.ots.at/. 30. April 2024, abgerufen am 15. Februar 2026.
  11. 11,0 11,1 Stefan Schmudermaier: El-Motion 2024: E-Mobilität in den Wiener Werkshallen. In: https://www.flotte.at/. 24. April 2024, abgerufen am 15. Februar 2026.
  12. EL-Motion. In: https://www.ots.at/. Abgerufen am 15. Februar 2026.