Franz Berger

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Franz Berger (* 27. Oktober 1864 in Kalsching, Böhmen; † 16. Oktober 1948 in Pressbaum) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester, Religionspädagoge und langjähriger Rektor des fürsterzbischöflichen Knabenseminars in Wien.

Leben

Franz Berger wurde 1864 im böhmischen Kalsching geboren. Nach dem Studium der Theologie empfing er am 25. Juli 1889 durch Weihbischof Eduard Anger im Stephansdom die Priesterweihe.[1] Seine ersten Kaplansjahre verbrachte er als Kooperator in der Pfarre Fischamend sowie an der Hofpfarrkirche St. Augustin in der Wiener Innenstadt.

Ab 1894 widmete sich Berger verstärkt der Bildungsarbeit und wirkte als Religionsprofessor am Maximiliansgymnasium (heute Gymnasium Wasagasse) im IX. Wiener Gemeindebezirk. In dieser Zeit bekleidete er zudem das Amt des Rektors der Johannes-Kapelle im gleichen Bezirk.

Am 7. März 1904 wurde Berger zum Rektor des fürsterzbischöflichen Knabenseminars ernannt.[2] In dieser Funktion prägte er fast zwei Jahrzehnte lang die Ausbildung des Priesternachwuchses der Erzdiözese Wien. Am 1. September 1922 trat er von seinem Amt als Rektor zurück und trat in den dauernden Ruhestand.[3] Seinen Lebensabend verbrachte er als Hauspriester im Kloster Sacré Coeur in Pressbaum, wo er am 16. Oktober 1948 im Alter von 83 Jahren verstarb. Franz Berger wurde am Friedhof Preßbaum am 19. Oktober 1948 bestattet.[4]

Ehrungen und Titel

Für seine Verdienste um die Priesterausbildung und sein langjähriges Wirken in der Erzdiözese Wien wurden ihm mehrere kirchliche Ehrentitel verliehen:

  • Päpstlicher Geheimkämmerer: Verliehen durch den Heiligen Stuhl als Anerkennung seiner klerikalen Verdienste.
  • Ehrendomherr von St. Stephan am 7. Jänner 1920: Aufnahme in das Kapitel des Wiener Stephansdoms.[5]
  • Fürsterzbischöflicher Geistlicher Rat: Auszeichnung durch die Wiener Diözesanleitung.

Literatur

  •  Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 147.

Einzelnachweise

  1. Wien. In: Salzburger Kirchenblatt / Salzburger Kirchenblatt. Neue Folge / Katholische Kirchenzeitung vormals („)Salzburger Kirchenblatt(“) / Klerus-Blatt vormals Katholische Kirchenzeitung, 2. Juli 1889, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/skb
  2. Zur Chronik der Erzdiöcese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 19/1904, S. 12 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  3. Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 17/1922, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  4.  Personalstand der Säkular-und Regular-Geistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stand vom 1. Juli 1950. Erzbischöfliche Ordinariatskanzlei, Wien 1. Juli 1950, S. 543.
  5. Chronik der Erzdözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 1/1920, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd