Franz Gössinger

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Franz Gössinger (* 23. Juli 1908 in Obersdorf[1]; † 7. Jänner 1999 in Wien) war ein römisch-katholischer Priester, langjähriger Pfarrer in Wien und Ehrenbürger der Marktgemeinde Obersdorf.

Leben

Franz Gössinger wurde in Obersdorf im Weinviertel geboren. Er besucht das Erzbischöfliche Seminar Hollabrunn und maturierte im Jahre 1928.[2] Nach dem Studium der Theologie empfing er im Jahr 23. Juli 1933 im Stephansdom durch Kardinal Theodor Innitzer die Priesterweihe.[3][4] Seine ersten beruflichen Stationen führten ihn als Kaplan in die niederösterreichische Pfarre Ladendorf (1933–1935) sowie in die Wiener Pfarre Altsimmering (1936–1941).[5]

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Gössinger zur Wehrmacht eingezogen. Er leistete bis zum Jahr 1945 Dienst als Sanitäter in einem Feldlazarett an der Front. Nach seiner Entlassung aus dem Dienst und der Rückkehr nach Wien war er von Mai 1946 bis 1951 als Kaplan in der Pfarre St. Johann Evangelist in Wien-Favoriten tätig. Im Jahr 1951 übernahm er die Leitung der Invalidenhauskirche.

Zwischen 1955 und 1980 lag der Schwerpunkt seines Wirkens im 13. Wiener Gemeindebezirk. Gössinger war dort an der Gründung und dem strukturellen Aufbau der Pfarre St. Hemma beteiligt.[4] Unter seiner Leitung entstanden zwischen 1964 und 1966 die Pfarrkirche St. Hemma, das Pfarrhaus und ein integrierter Kindergarten.

Nach seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahr 1980 lebte Gössinger in verschiedenen Einrichtungen der Erzdiözese Wien, zuletzt im Josef-Macho-Haus der Caritas. Im Jahr 1998 beging er sein diamantenes Priesterjubiläum. Für sein langjähriges Wirken wurde ihm der päpstliche Ehrentitel Monsignore verliehen. Zudem ernannte ihn seine Geburtsgemeinde Obersdorf zu ihrem Ehrenbürger.

Franz Gössinger verstarb am 7. Jänner 1999 im Alter von 90 Jahren. Er wurde nach den Requiem in der Pfarrkirche Obersdorf am 16. Jänner 1999 auf dem dortigen Friedhof beigesetzt.[6]

Ehrungen

  • Im Jahre 1966 wurde er zum Erzbischöflichen Konsistorialrat ernannt.
  • Für sein langjähriges Wirken wurde ihm der päpstliche Ehrentitel Monsignore verliehen.[4]
  • Seine Geburtsgemeinde Obersdorf ernannte ihn zu ihrem Ehrenbürger.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Taufbuch der Pfarre Pillichsdorf auf matricula online
  2.  Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 167.
  3. Priesterweihe im Stephansdom. In: Reichspost, 22. Juli 1933, S. 7 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/rpt
  4. 4,0 4,1 4,2  Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Wien. Erzbischöfliches Ordinariat, Wien 1. März 1969, S. 163, 168, 498, 532, 654.
  5.  Personalstand der Säkular- und Regular-Geistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stande vom 1. Jänner 1941. Verlag der erzbischöflichen Ordinariatskanzlei, Wien 1. Januar 1941, S. 53.
  6.  Parte Msgr. Franz Gössinger. 7. Januar 1999 (https://obersdorf.topothek.at/?doc=39446).