Franz Grabenwöger

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Franz Grabenwöger (* 4. Februar 1940 in Furth an der Triesting) ist ein römisch-katholischer Geistlicher der Erzdiözese Wien. Er erlangte insbesondere Bekanntheit als langjähriger persönlicher Sekretär von Kardinal Franz König, als letzter Rektor des Seminar Hollabrunns, sowie durch sein Wirken in der Region Bucklige Welt in Niederösterreich.

Leben

Franz Grabenwöger wurde 1940 in Niederösterreich geboren. Nach seinem Theologiestudium empfing er am 29. Juni 1963 im Wiener Stephansdom durch Kardinal Franz König die Priesterweihe.[1]

Seine ersten Kaplansjahre ab September 1963 verbrachte Grabenwöger in Oberaspang. In dieser Zeit war er zudem als Religionslehrer und Dekanatsjugendseelsorger. Ab September 1969 war er Studienpräfekt am Erzbischöflichen Gymnasium und Seminar Sachsenbrunn in Kirchberg am Wechsel tätig.[2]

Im Jahr 1975 berief ihn Kardinal Franz König zu seinem persönlichen Sekretär. Grabenwöger bekleidete dieses Amt elf Jahre lang bis 1986. Dieses Amt bekleidete Grabenwöger elf Jahre lang bis 1986 und begleitete den Kardinal in dieser Zeit bei zahlreichen internationalen Reisen und kirchenpolitisch bedeutenden Begegnungen, unter anderem im Kontext des Dialogs mit den Ostkirchen und der Ökumene.[3]

Von 1985 bis zur Auflösung im Jahr 1992 wirkte Grabenwöger als Rektor des Erzbischöflichen Seminars in Hollabrunn. 1992 wechselte er in die Pfarrseelsorge und übernahm die Leitung der Pfarre Krumbach in der Buckligen Welt. Er leitete die Pfarre 18 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2010.[4] Am 1. März 2007 wurde er zudem zum Dekanatsseelsorger für Geistliche Berufe ernannt.[5] Auch im Ruhestand blieb er als Pfarrer in Ruhe und Seelsorger in der Region aktiv, beispielsweise als Dekanatsfrauenseelsorger.[6]

Auszeichnungen und Ehrungen

Für seine Verdienste um die Kirche und sein langjähriges Engagement wurden ihm mehrere Ehrungen zuteil:

  • 1984: Verleihung des päpstlichen Ehrentitels Monsignore[3]
  • 2013: Ernennung zum Ehrenbürger der Marktgemeinde Krumbach anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums.[7]
  • 2023: Feier des diamantenen Priesterjubiläums (60 Jahre) in Anerkennung seines lebenslangen Wirkens.

Publikationen

Das Leben und die Anekdoten aus seiner Zeit an der Seite von Kardinal König sowie sein Wirken in Niederösterreich wurden literarisch aufgearbeitet:

  • Franz Trimmel, Fritz Trimmel: Begegnungen mit Monsignore Franz Grabenwöger. Kral-Verlag, Berndorf.

Einzelnachweise

  1.  Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stand vom 1. März 1966. S. 224, 228, 515, 624.
  2.  Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stand vom 1. März 1969. Erzbischöfliches Ordinariat, Wien 1. März 1969, S. 92, 109, 243, 246, 537, 654.
  3. 3,0 3,1 Kirche in bewegten Zeiten: Die Erinnerung an wertvolle Jahre. In: https://www.erzdioezese-wien.at/. 25. August 2016, abgerufen am 15. Februar 2026.
  4.  Wiener Diözesanblatt. Wien Dezember 2009, S. 45.
  5.  Wiener Diözesanblatt. Wien März 2007, S. 13.
  6.  Wiener Diözesanblatt. Wien Juni 2011, S. 28.
  7. Zahlen und Fakten. In: https://www.krumbach-noe.at/. Abgerufen am 15. Februar 2026.