Georg Stur

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Georg Stur (* 10. Dezember 1891 in Hohenruppersdorf; † 15. September 1976) war ein österreichischer römisch-katholischer Geistlicher und Erzbischöflicher Geistlicher Rat, der über mehrere Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen innerhalb der Erzdiözese Wien tätig war.

Leben

Georg Stur wurde am 10. Dezember 1891 in Hohenruppersdorf im Weinviertel geboren.[1] Nach 5 Jahren Volkschule besuchte er das Erbischöfliche Seminar Hollabrunn und maturierte 1912. Nach seinem Theologiestudium empfing er im Stephansdom in Wien am 16. Juli 1916 durch Kardinal Pfiffl die Priesterweihe.[2][3] Seiner Primiz feierte er am 23. Juli in Hohenruppersdorf.[4] Seine ersten Berufsjahre verbrachte er ab 1. September 1916 als Kooperator in der niederösterreichischen Gemeinde Ernstbrunn,[3][5] sowie ab 1. Juni 1919 im Wiener Stadtteil Kagran im 22. Gemeindebezirk.[6]

Im September 1923 wurde Stur in den Bereich der Ausbildung berufen und trat das Amt des Studienpräfekten am Erzbischöflichen Knabenseminar an.[7] In dieser Funktion war er für die pädagogische und akademische Begleitung junger Seminaristen verantwortlich. Am 1. September 1919 übernahm er mit der Pfarre Würnitz seine erste eigenständige Leitung als Pfarrer.[8] Am 1. Mai 1936 übernahm er die Pfarre Niederhollabrunn und die Funktion des Dekanatskämmerer.[9][10] Mit 1. Oktober 1939 wurde er zum Dechant des Dekanats Stockerau bestellt.[11]

In der Endphase des Zweiten Weltkriegs wechselte Stur in den 13. Wiener Gemeindebezirk nach Ober-St. Veit. Dort wurde er am 1. Dezember 1944 zunächst als Pfarrverweser eingesetzt, um die Leitung der Pfarre in einer politisch und versorgungstechnisch kritischen Zeit sicherzustellen.[12] Zwei Jahre später wurde er mit 1. April 1946 zum Pfarrer von Ober-St. Veit ernannt, ein Amt, das er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1967 ausübte. Seinen Lebensabend verbrachte er an seiner letzten Wirkungsstäte und war wohnhaft in der Hietzinger Hauptstraße 56.[13] Er verstarb am 15. September 1976 im Alter von 65 Jahren.

Ehrungen

Aufgrund seiner langjährigen Verdienste in der Seelsorge und seiner Tätigkeit im Knabenseminar wurde Georg Stur der Titel eines Erzbischöflichen Geistlichen Rats verliehen.

Literatur

  •  Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 154,162.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Taufbuch der Pfarre Hohenruppersdorf auf matricula online
  2. Feierliche Priesterweihe in der Stephanskirche. In: Deutsches Volksblatt / Deutsches Volksblatt. Radikales Mittelstandsorgan / Telegraf. Radikales Mittelstandsorgan / Deutsches Volksblatt. Tageszeitung für christliche deutsche Politik, 18. Juli 1916, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dvb
  3. 3,0 3,1  Personal-Stand der Säkular- und Regular-Geistlichkeit der Erzdiözese Wien. 1917. Verlag der fürsterzbischöflichen Ordinariatskanzlei, Wien 1917, S. 58, 210, 502.
  4. Hohenruppersdorf. In: Niederösterreichische Volks- und Vereinszeitung, 5. August 1916, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nvz
  5. Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 17/1916, S. 8 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  6. Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 11/1919, S. 55 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  7. Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 16/1923, S. 7 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  8. Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 8/1926, S. 11 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  9.  Personal-Stand der Säcular- und Regular-Geistlichkeit der Wiener Erzdiöcese nach dem Stande vom 1. März 1937. Verlag der erzbischöflichen Ordinariatskanzlei, Wien 1. März 1937, S. 346, 349.
  10. Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 5/1936, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  11. Chronik der Erzdiözese Wien. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 16/1939, S. 7 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  12. Chronik. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 19/1944, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  13.  Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Wiener Erzdiözese nach dem Stand vom 22. Juni 1963. Erzbischöfliches Ordinariat, 22. Juni 1963, S. 111, 385.