Herbert Samm
Herbert Samm (* 9. Juni 1935 in Grimmenstein; 28. Februar 2026 in Pitten ) war ein österreichischer römisch-katholischer Geistlicher, Monsignore und langjähriger Pfarrer in verschiedenen Gemeinden der Erzdiözese Wien.
Leben
Herbert Samm wurde am 9. Juni 1935 in Grimmenstein geboren und verbrachte seine Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof. Er besuchte das Erzbischöfliche Seminar Hollabrunn, wo er 1954 maturierte. Herbert Samm empfing am 29. Juni 1959 durch Kardinal Franz König die Priesterweihe und feierte seine Primiz am 5. Juli 1959 in Edlitz.[1]
Seine ersten Kaplansjahre verbrachte er von 1959 bis 1961 in der Pfarre Bruck an der Leitha.[2] Ab September 1961 war er als Präfekt und Religionslehrer im Erzbischöflichen Seminar tätig. Im September 1968 wurde er zum Pfarrer von Krumbach und Dekanatsjugendseelsorger ernannt. Von September 1978 an bis August 1984 war spiritueller Rektor im Bildungshaus St. Bernhard in Wiener Neustadt.[3] Von 1984 bis 1986 war er zudem Rektor des Erzbischöflichen Seminars in Hollabrunn.[4]
Danach war Samm als Pfarrer in Seebenstein tätig. In fast einem Jahrzehnt pfarrlicher Leitung prägte er das Gemeindeleben nachhaltig. Auf seine Initiative hin wurde die Pfarrkirche Seebenstein (St. Andreas) umfassend renoviert. Für die gelungene architektonische und ästhetische Gestaltung dieses Projekts erhielt er die „Goldene Kelle“, die höchste Auszeichnung des Landes Niederösterreich für herausragende Baugestaltung.[5]
Nach seinem aktiven Dienst im Jahr 2006 in der Pfarre Seebenstein trat Samm offiziell in den Ruhestand (Pfarrer i. R.) und lebte er im Pflegeheim Mater Salvatoris in Bad Erlach.[6] Er blieb jedoch weiterhin seelsorgerisch hochaktiv und wirkte über längere Zeit in der Kapelle des Thermenklinikums Neunkirchen. Dort feierte er auch am 27. Juni 2009 in einem festlichen Rahmen sein 50-jähriges Priesterjubiläum (Goldenes Priesterjubiläum).[7] Zum 1. Februar 2010 wurde er zum Seelsorger im Alten- und Pflegeheim „Mater Salvatoris“ in Pitten ernannt.[8] Dort feierte er im Kreise der Bewohner und Weggefährten auch seinen 90. Geburtstag.
Er starb am 28. Februar 2026 im Pflegeheim Mater Salvatoris.
Ehrungen
- Ehrenbürger von Seebenstein[9]
- Geistlicher Rat (KR): Ernennung zum Konsistorialrat in Anerkennung seiner Verdienste um die Erzdiözese.
- Monsignore (Msgr.): Verleihung des päpstlichen Ehrentitels durch den Heiligen Vater.
- Goldene Kelle: Auszeichnung des Landes Niederösterreich für besondere Verdienste um die Baugestaltung (Renovierung der Pfarrkirche Seebenstein).
Einzelnachweise
- ↑ Parte Msgr. Herbert Samm. Aspang 28. Februar 2026 (https://www.bestattung-kunz.at/trauerfall/msgr-pfarrer-i-r-herbert-samm-90/).
- ↑ Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien - Stand vom 1. März 1961. Erzbischöfliches Ordinariat, Wien 1. März 1961, S. 66.
- ↑ Auskunft vom Bildungszentrum St. Bernhard am 18.3.2026
- ↑ Christine Mann, Erwin Mann: Die grosse Geschichte des Kleinen Seminars der Erzdiözese Wien. Wiener Dom Verlag, Wien 2006, ISBN 3853511945.
- ↑ Tanja Bart: Große Trauer um ehemaligen Seebensteiner Pfarrer Herbert Samm. In: https://www.noen.at/. 6. März 2026, abgerufen am 6. März 2026.
- ↑ Msgr. Herbert Samm verstorben. In: https://www.erzdioezese-wien.at/. Abgerufen am 6. März 2026.
- ↑ Lukas Portugaller: Goldenes Priesterjubiläum Pfr. Msgr. Herbert Samm. 30. Juni 2009, abgerufen am 6. März 2026.
- ↑ Wiener Diözesanblatt. Wien März 2010, S. 13.
- ↑ Ehrenbürger. In: https://www.seebenstein.gv.at/. Gemeinde Seebenstein, abgerufen am 6. März 2026.
- Geboren 1935
- Gestorben 2026
- Geboren in Grimmenstein
- Gestorben in Pitten
- Seminarist des Erzbischöflichen Seminar Hollabrunn
- Rektor des Erzbischöflichen Seminar Hollabrunn
- Pfarrseelsorger (Bruck an der Leitha)
- Pfarrseelsorger (Krumbach)
- Pfarrseelsorger (Seebenstein)
- Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert)
- Ehrenbürger von Seebenstein
- Mann