Josef Neubauer

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Josef Neubauer (* 9. Jänner 1936 in Naschetitz in Mähren; † 19. Mai 2022) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester, Monsignore und Konsistorialrat. Er erlangte insbesondere durch seine langjährige Tätigkeit im Weinviertel sowie sein Wirken am Erzbischöflichen Diözesangericht Wien Bedeutung.

Leben

Josef Neubauer empfing nach seiner theologischen Ausbildung im am 29. Juni 1961 durch Kardinal König die Priesterweihe.[1] Seine Primiz feierte er am 2. Juli 1961 in Großrußbach. Seine ersten Kaplansjahre verbrachte er von 1. September 1961 bis 1964 in Gloggnitz[2], gefolgt von einer Dienstzeit in der Pfarre Rudolfsheim im 15. Wiener Gemeindebezirk (1964–1967).[3]

Im Jahr 1967 übernahm er als Pfarrer die Leitung der Pfarre Auersthal, die er zwei Jahrzehnte lang prägte. 1987 wechselte er nach Gänserndorf, wo er bis 2003 als Pfarrer wirkte. Ein bleibendes Denkmal setzte er sich dort im Jahr 1995 als Initiator und Bauherr der Emmauskirche in Gänserndorf Süd, womit er maßgeblich zur sakralen Infrastruktur der wachsenden Stadt beitrug.

Parallel zu seinem pfarrlichen Wirken war Neubauer über fünf Jahrzehnte lang (1967–2019) am Erzbischöflichen Diözesangericht tätig, unter anderem in den Funktionen als Diözesanrichter und Vizeoffizial.[4][5] Zudem war er von 1961 bis 1993 als Religionslehrer in Auersthal und Gänserndorf im Schuldienst aktiv.

Auch nach seinem offiziellen Eintritt in den Ruhestand blieb er als Seelsorger hochaktiv. Er fungierte von 2005 bis 2011 als Provisor in Markgrafneusiedl (zuvor bereits ab 2003 als Aushilfe) und unterstützte bis zu seinem Tod im Jahr 2022 zahlreiche Pfarren im Marchfeld, darunter den Pfarrverband Leopoldsdorf sowie Groß-Enzersdorf und Raasdorf.

Josef Neubauer verstarb unerwartet am 19. Mai 2022 im 87. Lebensjahr. Das Requiem wurde am 3. Juni 2022 unter der Leitung von Weihbischof Stephan Turnovszky in der Stadtpfarrkirche Gänserndorf gefeiert, die Beisetzung erfolgte auf dem Stadtfriedhof Gänserndorf.[6]

Ehrungen und Titel

  • Konsistorialrat (KR): Ehrentitel für besondere Verdienste in der Diözesanverwaltung.
  • Ernennung zum Ehrenkanonikus (Kan. Msgr.) mit 16. Mai 2010.[7]

Weblinks

Einzelnachweise

  1.  Geistliche Söhne - Verzeichnis der von Kardinal König geweihten Bischöfe und Priester. In: Beiträge zur Wiener Diözesangeschichte. Wien 1. August 1990, S. 31.
  2.  Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stand vom 22. Juni 1963. Erzbischöfliches Ordinariat, Wien 22. Juni 1963, S. 182, 508, 645.
  3.  Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stand vom 1. März 1966. Erzbischöfliches Ordinariat, Wien 1. März 1966, S. 156, 522, 642.
  4.  Diözesane Ämter und Stellen. In: Wiener Diözesanblatt. Wien November 2008, S. 43.
  5.  Erzbischöfliches Metropolitan- und Diözesangericht. In: Wiener Diözesanblatt. Wien August 2014, S. 34.
  6.  Bestattung Redlich (Hrsg.): Parte KR Kan. Msgr. Josef Neubauer. Mai 2022 (http://www.pfarre-gaenserndorf.at/assets/parte-neubauer-josef-ef.pdf).
  7.  Domkapitel. In: Wiener Diözesanblatt. Wien Juli 2010, S. 20.