Karl Evanczin

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Grabstätte am Friedhof Hollabrunn

Karl Evanczin (tlw. auch Evanzin) (* 11. Oktober 1891 in Laa an der Thaya; † 15. Jänner 1960 in Hollabrunn) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester und Pfarrer.

Leben

Karl Johann Evanczin wurde am 11. Oktober 1891 als Sohn des Steuereinnehmers Karl Evanczin und dessen Ehefrau Maria (geb. Zeller) im Haus Nr. 227 in Laa an der Thaya geboren und am 18. Oktober 1891 getauft.[1] Nach seiner theologischen Ausbildung empfing er am 25. Juli 1914 die Priesterweihe.

Seine Laufbahn als Seelsorger begann er im September 1914 als Kooperator in Wiesmath.[2][3] Bereits im darauffolgenden Jahr wechselte er am 1. Mai 1915 nach Hadersdorf am Kamp[4] und wurde zum 1. September 1915 als Kooperator nach Probstdorf versetzt.[5] Ab dem 1. September 1916 war Evanczin in Böhmischkrut tätig.[6] Dort engagierte er sich besonders in der Jugendarbeit und leitete unter anderem Theateraufführungen des katholischen Burschenvereins.[7] Es folgten weitere Stationen als Kooperator ab dem 16. April 1917 in Großebersdorf[8] und ab dem 1. November 1918 in Hollabrunn.[9]

Am 1. September 1922 trat er seine erste Pfarrstelle in Frauendorf an der Schmida an,[10] wo er über zwei Jahrzehnte lang, bis mindestens 1940, wirkte.[11] Im März 1941 wurde er erstmals als Pfarrer im Ruhestand geführt und lebte vorübergehend in der Pfarre St. Othmar in Mödling.[12] Trotz seines Status als Ruhestandspriester blieb er aktiv: Zum 1. Juli 1941 wurde er als Expositus nach Mayerling zugewiesen[13] und übernahm ab dem 1. April 1944 die Kaplansstelle in der Pfarre Zwischenbrücken im 20. Wiener Gemeindebezirk.[14]

Nach dem Krieg kehrte er in die aktive Gemeindeleitung zurück und wurde am 1. September 1950 zum Pfarrer von Fallbach ernannt.[15][16] Diese Funktion übte er bis zum 19. Februar 1954 aus, als er als Lokalprovisor aus gesundheitlichen Gründen endgültig in den Ruhestand trat.[17] Seinen Lebensabend verbrachte er zunächst in Kritzendorf[18] in der Bahngasse 3 und ab 1956 in Hollabrunn in der Schulgasse 13.[19][20]

Karl Evanczin verstarb am 15. Jänner 1960 im Alter von 68 Jahren in Hollabrunn.[1][21] Er wurde am 19. Jänner 1960 auf dem Hollabrunner Stadtfriedhof beigesetzt.[21]

Ehrungen

  • Karl Evanczin wurde zum Geistlichen Rat ernannt.

Weblinks

  • Fotos zum Schlagwort Karl Evanczin in der Topothek der Gemeinde/Region Fallbach (Urheberrechte beachten)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Laa an der Thaya auf matricula online
  2. Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 16/1914, S. 8 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  3. Nachrichten aus dem Klerus. In: W(iene)r.-Neustädter Zeitung. Organ des Vereines zur Wahrung bürgerlicher und gewerblicher Interessen, 5. September 1914, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wnz
  4. Wien. In: Correspondenz-Blatt für den Katholischen/katholischen Clerus Oesterreichs / Korrespondenzblatt für den Katholischen Klerus (Österreichs), 10. Mai 1915, S. 11 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ckk
  5. Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 16/1915, S. 7 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  6. Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 17/1916, S. 7 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  7. Theateraufführungen: Zur Chronik der Erzdiözese. In: Bote aus Mistelbach. Zeitschrift für Politik, Volks- und Landwirtschaft, Gewerbe und Vereinsleben. Organ der Bezirks-Feuerwehr-Verbände Feldsberg, Laa, Mistelbach, Poysdorf und Zistersdorf / Mistelbacher Bote. Unabhängiges Wochenblatt für den Verwaltungsbezirk Mistelbach und für die Gerichtsbezirke Laa a(n) d(er) Thaya, Mistelbach und Poysdorf. Organ der Bezirks-Feuerwehr-Verbände und der Bezirksfeuerwehr-Unterstützungskassen / Mistelbacher Bote. Aeltestes Wochenblatt für den Verwaltungsbezirk Mistelbach und für die Gerichtsbezirke Laa a(n) d(er) Thaya, Mistelbach und Poysdorf, 9. Februar 1917, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/bmi
  8. Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 8/1917, S. 7 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  9. Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 21/1918, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  10. Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 17/1922, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  11.  Personalstand der Säkular- und Regular-Geistlichkeit der Erzdiözese Wien - Abgeschlossen am 31. März 1940. Verlag der erzbischöflichen Ordinariats-Kanzlei, Wien 31. März 1940, S. 170.
  12.  Personalstand der Säkular- und Regular-Geistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stande vom 1. Jänner 1941. Verlag der erzbischöflichen Ordinariats-Kanzlei, Wien 1. Januar 1941, S. 216.
  13. Chronik der Erzdiözese Wien. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 13/1941, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  14.  Personalstand der Säkular- und Regulargeistlichkeit der Erzdiözese Wien. Verlag der Erzbischöflichen Ordinariats-Kanzlei, Wien 1. Juni 1946, S. 62, 152, 255, 292.
  15. Wien. In: Salzburger Kirchenblatt / Salzburger Kirchenblatt. Neue Folge / Katholische Kirchenzeitung vormals („)Salzburger Kirchenblatt(“) / Klerus-Blatt vormals Katholische Kirchenzeitung, 16. September 1950, S. 8 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/skb
  16.  Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien. Erzbischöfliche Ordinariatskanzlei, Wien Juli 1952, S. 344, 542, 621.
  17. Personalnachrichten. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 3/1954, S. 8 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  18.  Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stand vom 3. April 1954. Erzbischöfliche Ordinariatskanzlei, Wien 3. April 1954, S. 274, 476, 620, 703.
  19.  Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stand vom 7. Juni 1956. Erzbischöfliche Ordinariatskanzlei, Wien 7. Juni 1956, S. 478, 574, 732, 834.
  20.  Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stand vom 15. April 1958. Erzbischöfliches Ordinariat, Wien 15. April 1958, S. 521, 617, 785.
  21. 21,0 21,1  Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien (in gekürzter Form) Stand vom 1. März 1961. Erzbischöfliches Ordinariat, Wien 1. März 1961, S. 204.