Karl Mitterer
Karl Mitterer (* 27. Februar 1899 in Wiener Neustadt; † 30. Mai 1972 in Wien) war ein österreichischer Geistlicher und Kirchenmusiker.
Leben
Karl Mitterer, als Sohn des städtischen Kammerdirektors Karl Mitterer und seiner Frau Hermine in Wiener Neustadt geboren[1], begann zunächst ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, wandte sich jedoch im Jahr 1922 dem Studium der Theologie zu. Am 18. Juli 1926 empfing er in Wien die Priesterweihe. Anschließend war er ab 1. September 1926 als Kooperator in Staatz tätig.[2]
Mit 1. April 1928 wurde Mitterer zum Musikpräfekten am Knabenseminar in Hollabrunn ernannt[3], wo er die musikalische Ausbildung der Zöglinge leitete. Er war als als Lehrer in Gesang, Harmonium, Klavier, Orgel und Violine tätig. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit absolvierte er eine kirchenmusikalische Ausbildung an der Wiener Musikakademie, die er 1939 mit den Fächern Klavier und Orgel abschloss.
Nach der Auflösung des Seminars in Hollabrunn wirkte Mitterer ab dem 1. Oktober 1938 als Kaplan an der Pfarrkirche St. Elisabeth im 4. Wiener Gemeindebezirk[4]. Dort übernahm er im Jahr 1944 die Funktion des Chorregenten, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1972 ausübte. Darüber hinaus war er von 1939 bis 1949 als Regens chori an der Pfarrkirche St. Rochus im 3. Wiener Gemeindebezirk tätig.
Seit 1938 war Mitterer Mitglied der Wiener Diözesankommission für Kirchenmusik.[5] Zudem unterrichtete er an der Kirchenmusikschule der Erzdiözese Wien bis zu seinem Tod die Fächer Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel.
Ehrungen
- Für seine Verdienste wurde Karl Mitterer der Titel eines Geistlichen Rates verliehen.
Literatur
- Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 134, 150.
Weblinks
- Christian Fastl: Mitterer, Karl. In: https://www.musiklexikon.ac.at/. Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage, Abteilung Musikwissenschaft, 23. März 2024, abgerufen am 3. April 2026.
Einzelnachweis
- ↑ Todesfall. In: W(iene)r.-Neustädter Zeitung. Organ des Vereines zur Wahrung bürgerlicher und gewerblicher Interessen, 21. Mai 1927, S. 5 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 8/1926, S. 12 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 3/1928, S. 9 (online bei ANNO).
- ↑ Versetzungen. In: Correspondenz-Blatt für den Katholischen/katholischen Clerus Oesterreichs / Korrespondenzblatt für den Katholischen Klerus (Österreichs), 25. November 1938, S. 12 (online bei ANNO).
- ↑ Diözesankomission für Kirchenmusik. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 3/1939, S. 4 (online bei ANNO).