Pia Tomedi

Aus ÖsterreichWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Pia Tomedi (2022)

Pia Maria Elisabeth Tomedi (* 27. September 1988 in Innsbruck,Tirol) ist eine österreichische Sozialarbeiterin und Politikerin der der KPÖ).

Leben

Pia Tomedi wurde 1988 in Innsbruck geboren. Ihre Familie kommt aus Südtirol. Sie besuchte die Volksschule in Sistrans und das Bundesrealgymnasium Reithmannstraße in Innsbruck. Nach der Matura 2007 studierte sie zuerst Soziologie und dann Soziale Arbeit in Innsbruck. Über die Kampagne SOS Miete kam sie zur KPÖ.[1]

Beruflich war Tomedi zuerst in der Altenbetreuung, sowie für Menschen mit Behinderung und als Arbeitsplatzassistenz tätig. Später folgte ihre berufliche Tätigkeit in der Betreuung von wohnungslosen Menschen. Seit 2016 ist Pia Tomedi Sozialarbeiterin beim Verein Mobile Jugend - und Gemeinwesenarbeit Innsbruck Land-Ost.[2] Sie hat unter anderem das beim Verein integrierte Sozialprojekt Haller Börsl mit initiiert und koordiniert.[3] In Interviews betont die Kommunistin die klassenpolitische Dimension ihrer Arbeit.[4]

Tomedi hat zwei Kinder und wohnt im Innsbrucker Stadtteil Reichenau.[5]

Politik

Sie war Spitzenkandidatin ihrer Partei bei der Landtagswahl in Tirol im Jahr 2022. Dabei erreichte sie für die KPÖ im Wahlkreis Innsbruck mit 1.363 Stimmen (2,7 %) das beste Ergebnis seit 60 Jahren, allerdings keinen Einzug in den Landtag.[6]

Seit der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl im Jahr 2024 ist sie in Innsbruck Gemeinderätin und Klubobfrau der KPÖ Innsbruck. Außerdem ist sie Landessprecherin der KPÖ Tirol.[7] Dabei verbesserte die KPÖ mit Pia Tomedi als Spitzenkandidatin das Ergebnis auf 4.020 Stimmen (6,72 %) und zog mit drei Mandaten, zusammen mit ihrem Lebenspartner, ins Stadtparlament ein.[8]

Politische Ziele

Pia Tomedi orientiert sich in ihrer politischen Arbeit an der Politik der KPÖ in Graz.[9] Im Landtagswahlkampf vertrat Tomedi vor allem soziale Themen[10] und leistbares Wohnen.[11] Außerdem stellt sie Kritik an hohen Politikergehältern ins Zentrum. Als KPÖ-Mandatarin hat sie sich verpflichtet, alles von der Politikergage bis auf ein durchschnittliches Gehalt für Menschen in Notlagen abzugeben.[12]

Einzelnachweise

  1. Pia Tomedi: Mieten-Deckel: Wie die KPÖ der Krise am Wohnungsmarkt begegnen will. In: mosaik-blog.at. 3. März 2022, abgerufen am 25. September 2022 (Blog).
  2. Jugendliche lernten das Fliegen. In: meinbezirk.at. 1. Dezember 2017, abgerufen am 25. September 2022.
  3. Michael Domanig: Neues „Haller Börsl“ soll das Gemeinwesen bereichern. In: tt.com. 23. Februar 2018, abgerufen am 25. September 2022.
  4. »Zurück zum kommunistischen Handwerk!« In: jungewelt.de. 18. August 2022, abgerufen am 25. September 2022.
  5. Erstmals drei Kommunisten im Innsbrucker Gemeinderat. In: kpoe-tirol.at. 17. Mai 2024, abgerufen am 25. Dezember 2025.
  6. Landtagswahl 2022 | Kandidaten Land Tirol. In: wahlen.tirol.gv.at. Abgerufen am 25. September 2022.
  7. Christian Willim: KPÖ will in Innsbruck an Salzburger Erfolg anknüpfen. In: kurier.at. 20. November 2023, abgerufen am 26. November 2023.
  8. Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl der Landeshauptstadt Innsbruck 2024 | Gemeinde Innsbruck. Land Tirol, abgerufen am 16. April 2024.
  9. Angela Dähling: Elke Kahr zu Besuch: KPÖ Tirol bekommt Rückenwind aus Graz. In: tt.com. 3. September 2022, abgerufen am 25. September 2022.
  10. Nadine Isser: Wie Tirols Politik das Heizen leistbar machen will. 18. September 2022, abgerufen am 25. September 2022.
  11. Michaela Spirk-Paulmichl: KPÖ-Spitzenkandidatin Pia Tomedi: „Ich bin nur eine normale Person, die in die Politik will“. 13. August 2022, abgerufen am 25. September 2022.
  12. KPÖ tritt bei den Landtagswahlen an. In: tirol.orf.at. ORF-Tirol, 8. Juli 2022, abgerufen am 25. September 2022.