Rudolf Nitsch
Rudolf Nitsch (* 23. Jänner 1922 in Žatec (dt. Saaz), † 30. März 1991 in Techelsberg)[1] war ein Architekt, der insbesondere für seine Entwürfe von Kraftwerksanlagen, wie bspw. das nie in Betrieb genommene Kernkraftwerk Zwentendorf Bekanntheit erlangte.[1]
Leben
Nitsch entstammte einer Sudetendeutschen Familie und wuchs in der Tschechoslowakischen Republik auf. Sein Vater Josef war Bediensteter der Staatsbahn und betrieb eine kleine Landwirtschaft.[1]
Als Soldat bei der Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs war Nitsch unter anderem in Klagenfurt, seiner späteren beruflichen Residenz, stationiert. Nach dem Krieg und der damit verbundenen Vertreibung aus der Tschechoslowakei begann Nitsch mit dem Studium der Architektur in Graz.[1]
Berufliche Bekanntheit erlangte Nitsch als Planer im Großkraftwerksbau. Als wesentliche Werke sind die Draukraftwerke Edling, Feistritz, Rosegg und Ferlach sowie das Kraftwerk in Malta anzuführen. Auch war er Co-Planer des fertig gebauten aber nie in Betrieb genommen Atomkraftwerks Zwentendorf in Niederösterreich.[1]
1961 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Josefine Nitsch in Klagenfurt die Galerie 61 mit Schwerpunkt auf Kunst der klassischen Moderne.[1] In Klagenfurt selbst zeichnete Nitsch sich für die Gestaltung des slowenischen Gymnasiums aus.[2]
Nitsch verstarb 30. März 1991 bei einem Brandereignis in seinem Privathaus[2] und ist auf dem Friedhof Klagenfurt-Annabichl beigesetzt.[1]
Trivia
Von Rudolf Nitsch existierten auch gestalterische Vorschläge zu einer 1.000-Schilling-Banknote mit dem Atomkraftwerk Zwentendorf in Verbindung mit dem Physiker Erwin Schrödinger als Motiv.[3]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Rudolf Nitsch. In: Bauarchiv Kärnten. Abgerufen am 24. Jänner 2026.
- ↑ 2,0 2,1 Rudolf Nitsch: Ein Leben für Kunst und Architektur. In: Kleine Zeitung. 1. April 2021, abgerufen am 24. Jänner 2026.
- ↑ Entwurf zeigt Skizze von AKW Zwentendorf als Illustration für Schilling-Schein. In: Der Standard. 6. Jänner 2026, abgerufen am 6. Jänner 2026.