Schilowsky Baustoffhandel
| Schilowsky Baustoffhandel | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1926 |
| Sitz | Neunkirchen |
| Leitung | Lisa Schilowsky-Käfer Christoph Schilowsky-Käfer |
| Mitarbeiter | 200 |
| Branche | Baustoffhandel |
| Website | https://www.schilowsky.at/ |
| Stand: 2026 | |
Die Schilowsky Baustoffhandel GmbH ist ein österreichisches Handelsunternehmen für Baustoffe mit Hauptsitz in Neunkirchen, Niederösterreich. Das Unternehmen betreibt fünf Standorte in Ostösterreich und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. Das operative Geschäft ist seit August 2023 Teil der dänischen STARK Gruppe, zu der auch Stark Deutschland gehört.
Unternehmensgeschichte
Gründungsphase und erste Jahrzehnte
Das Unternehmen wurde 1926 von Robert Alexander Schilowsky in Neunkirchen gegründet. In der Anfangsphase konzentrierte sich der Betrieb auf den Handel mit Landesprodukten und Futtermitteln, die ursprünglich noch mittels Pferdewagen ausgeliefert wurden. Ein wichtiger Expansionsschritt in der Frühzeit war der Erwerb des gemeindeeigenen Stadls als Lagerfläche im Jahr 1935. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1947 der erste Lastkraftwagen angeschafft, was die Logistikkapazitäten erheblich steigerte. 1958 erfolgte die strategische Neuausrichtung auf den Handel mit Baustoffen.
Modernisierung und Expansion
Unter der Leitung von Manfred Schilowsky, der den Betrieb 1968 übernahm, entwickelte sich das Unternehmen zu einem modernen Baustoffgroßhandel. In den 1980er-Jahren gehörte Schilowsky zu den regionalen Pionieren bei der Einführung elektronischer Datenverarbeitung (EDV). Aufgrund des starken Wachstums wurde der ursprüngliche Standort zu klein, weshalb das Unternehmen 1985 in die Sandgasse am Stadtrand von Neunkirchen umzog. Dort entstanden auf 20.000 m² ein neues Bürogebäude sowie großflächige Lagerhallen.
1988 war Manfred Schilowsky Mitbegründer der „Bautreff Einkauf und Cooperation Company“, eines Zusammenschlusses von sieben Baustoffgroßhändlern zur Optimierung von Einkaufskonditionen. 1996 übernahm Christian Schilowsky die Geschäftsführung, gefolgt von der Errichtung eines Baufachmarktes im Jahr 1997.
Filialisierung und Generationswechsel (seit 2000)
Ab den 2000er-Jahren forcierte das Unternehmen den Ausbau seiner Standorte und spezialisierte sich auf hochwertige Bauprodukte. 2009 erfolgte die erste Expansion nach Wien durch die Übernahme des Standorts der Firma Litschauer in Wien-Donaustadt (Hirschstettner Straße, 1220 Wien). 2017 wurden die Standorte der WeGo Systembaustoffe Austria GmbH in Wien-Floridsdorf (1210 Wien) und Graz übernommen. 2021 traten Lisa Schilowsky-Käfer und Christoph Schilowsky-Käfer in die Geschäftsführung ein. 2022 wurde ein Neubau in der Schillingstraße (Wien 22) als Ersatz für den alten Standort in der Hirschstettner Straße eröffnet.[1] 2023 folgte eine umfassende Kernsanierung und Wiedereröffnung der Zentrale in Neunkirchen.
Seit dem 1. August 2023 gehört das operative Geschäft zur dänischen STARK Gruppe, einem der führenden Baustoffhändler in Nordeuropa. Durch diesen Zusammenschluss ist Schilowsky Teil eines Netzwerks, das in Österreich mit über 300 Mitarbeitern an elf Standorten einen Jahresumsatz von ca. 250 Millionen Euro erwirtschaftet.[2]
Standorte und Spezialisierung
Das Unternehmen bewirtschaftet heute eine Gesamtlagerfläche von rund 100.000 m². Das Sortiment umfasst Produkte für Rohbau, Trockenbau, Bauelemente, Fliesen, Sanitär und Holz sowie Werkzeuge und Arbeitsschutz.
| Standort | Fokus / Spezialisierung | Fläche (Gesamt) |
| Neunkirchen | Zentrale & moderner Baufachmarkt | 30.000 m² |
| Wien 21 | Trockenbau-Kompetenzzentrum | 23.000 m² |
| Wien 22 | Drive-In für Gewerbekunden | 7.500 m² |
| Graz | Trockenbau-Spezialist für Südösterreich | 9.000 m² |
| Achau | Schwerpunkt Trockenbau & Estrich | 10.000 m² |
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hagebau-Gesellschafter eröffnet hochmoderne Baustoff-Niederlassung in Wien. In: https://solidbau.at/. 4. Februar 2022, abgerufen am 10. Februar 2026.
- ↑ Philipp Grabner: Neunkirchen: Deutscher Baustoffhändler übernimmt Schilowsky. In: https://www.noen.at/. 31. März 2023, abgerufen am 10. Februar 2026.