Seliger Hartwig: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Selige Hartwig''' (* im 10. Jahrhundert; † [[5. Dezember]] [[1023]]<ref name="Minichthaler62">vgl. Josef Minichthaler: ''Heilige in Österreich'', 1935, S. 62</ref>), auch '''Hartwig von Salzburg''' oder '''Graf Hartwig von Sponheim''', war ein historisch belegter Bischof von Salzburg, der im heutigen Österreich seinerzeit als Seliger verehrt wurde.
Der '''Selige Hartwig''' (* im 10. Jahrhundert, um 950; † [[14. Juni]] oder [[5. Dezember]] [[1023]]<ref group="A">Angaben nach Bernadette Spitzer: ''Von Bischofsstab bis Besenstil'', 2020, S. 176</ref>), auch '''Hartwig von Salzburg''' oder '''Graf Hartwig von Sponheim''', war ein historisch belegter Bischof von Salzburg, der das Gebiet seiner Diözese wesentlich vergrößerte. In Österreich wird er als Seliger verehrt.


== Herkunft==
== Herkunft==
Der Seliger Hartwig entstammte der Familie der [[w:Aribonen|Aribonen]]. Er gilt als einer der Söhne des [[w:Hartwig I. (Bayern|Pfalzgrafen Hartwig (I.) von Baiern]]<ref group="A">Die Schreibweise des Landes Bayern mit y wurde erst einige Jahre nach dem [[w:Wiener Kongress|Wiener Kongress]] im 19. Jahrhundert durch einen gesetzlichen Beschluss des damaligen Königs eingeführt. Da es um die Wittelsbacher bzw. um das Mittelalter geht, wird in diesem Artikel die Schreibung mit i verwendet.</ref> († 985) aus dessen Ehe mit der [[w:Luitpoldinger|Luitpoldingerin]] [[w:Wichburg von Bayern|Wichburg]].
Der Seliger Hartwig entstammte der Familie der [[w:Aribonen|Aribonen]]. Er gilt als einer der Söhne des Pfalzgrafen [[w:Hartwig I. (Bayern|Hartwig (I.) von Baiern]]<ref group="A">Die Schreibweise des Landes Bayern mit y wurde erst einige Jahre nach dem [[w:Wiener Kongress|Wiener Kongress]] im 19. Jahrhundert durch einen gesetzlichen Beschluss des damaligen Königs eingeführt. Da es um die Wittelsbacher bzw. um das Mittelalter geht, wird in diesem Artikel die Schreibung mit i verwendet.</ref> († 985), der vor allem im Gebiet des heutigen Bundeslandes Kärntens tätig war, aus dessen Ehe mit der [[w:Luitpoldinger|Luitpoldingerin]] [[w:Wichburg von Bayern|Wichburg]]. Seine Schwester war Wichburg, die im Nonnenkloster in [[Sankt Georgen am Längsee|St. Georgen am Längsee]] tätig wurde.<ref name ="spitzer">vgl. Bernadette Spitzer: ''Von Bischofsstab bis Besenstil'', 2020, S. 176</ref>


== Leben / Legende ==
== Leben / Legende ==
Der Seliger Hartwig war 991-1023 Erzbischof von Salzburg. 996 wurde ihm von [[w:Otto III. (HRR)|Kaiser Otto III.]] das Markt- und Münzrecht verliehen. Er war wesentlich an den Klosterreformen von [[Sankt Georgen am Längsee|St. Georgen am Längsee]] und Göss (heute Teil von [[Leoben]]) beteiligt und förderte jene Kirchenreform, mit der damals versucht wurde, ein einheitlichen Netzes von Pfarrsprengeln zu schaffen. Unter seiner Herrschaft wurde in der Stadt Salzburg die Stiftskirche des Benediktinerinnenstiftes Nonnberg und der sogenannte Hartwig-Dom erbaut.<ref name="AEIOU">vgl. [http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.h/h224742.htm Hartwig], AEIOU.AT, abgerufen am 9. März 2020</ref> Nach dem Tod des Heiligen Wolfgangs in [[Pupping]] geleitete er dessen Leichnam zur Beisetzung nach [[w:Regensburg|Regensburg]]. Bei der Mit- und Nachwelt stand er im Ruf der Heiligkeit.<ref name="Minichthaler62"/>
Der Selige Hartwig wurde 985 zum Priester geweiht.<ref name ="spitzer">vgl. Bernadette Spitzer: ''Von Bischofsstab bis Besenstil'', 2020, S. 176</ref> 991-1023 war er Bischof beziehungsweise Erzbischof von Salzburg. 996 erhielt er von [[w:Otto III. (HRR)|Kaiser Otto III.]] für Salzburg das Recht zur Abhaltung eines Marktes, dessen Erträge seiner Diözese zu Gute kommen sollte. Dieses Privileg förderte die Entwicklung der Stadt Salzburg zu einer "Bürgerstadt". Nach Kaiser Ottos Tod unterstützte der Selige Hartwig [[w:Heinrich II. (HRR)|Kaiser Heinrich II.]], wofür er Gebiete im Salzburger Lungau, im oberösterreichischen Kremstal und 1005 das [[Stift Admont|Gut Admont]] im steirischen Ennstal erhielt, das nach seinem Tod in den Besitz des Stiftes St. Peter kam.<ref name ="spitzer">
 
Der Selige Hartwig förderte den Aufbau einer einheitlichen Organisation seiner Pfarren und galt als guter Seelsorger.<ref name ="spitzer"/> Er war wesentlich an den Klosterreformen von [[Sankt Georgen am Längsee|St. Georgen am Längsee]] und Göss (heute Teil von [[Leoben]]) beteiligt und förderte jene Kirchenreform, mit der damals versucht wurde, ein einheitliches Netz von Pfarrsprengeln zu schaffen. Unter seiner Herrschaft wurde in der Stadt Salzburg die Stiftskirche des Benediktinerinnenstiftes Nonnberg wiederaufgebaut. Außerdem erbaute er dort den sogenannten Hartwig-Dom (1127 abgebrannt), einer der Vorgängerbauten des heutigen Doms.<ref name="AEIOU">vgl. [http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.h/h224742.htm Hartwig], AEIOU.AT, abgerufen am 9. März 2020</ref><ref name ="spitzer"/> Nach dem Tod des Heiligen Wolfgangs in [[Pupping]] geleitete er dessen Leichnam zur Beisetzung nach [[w:Regensburg|Regensburg]].<ref name="Minichthaler62">vgl. Josef Minichthaler: ''Heilige in Österreich'', 1935, S. 62</ref>  


== Verehrung als Seliger ==
== Verehrung als Seliger ==
Der Gedenktag des Seligen Hartwig ist der 14. Juni.<ref name="Minichthaler62"/>
Bereits zu seinen Lebzeiten soll Hartig im Ruf der Heiligkeit gestanden haben.<ref name="Minichthaler62"/> Seine liturgische Verehrung ist erstmals im 13. Jahrhundert nachgewiesen. Er wurde aber nie heilig oder wenigstens selig gesprochen.<ref name ="spitzer"/> Sein Gedenktag ist der 14. Juni.<ref name="Minichthaler62"/>
 
== Heiligendarstellung ==


== Erinnerungen an den Seligen beziehungsweise seine Verehrung im heutigen Österreich ==
== Erinnerungen an den Seligen beziehungsweise seine Verehrung im heutigen Österreich ==
 
Das Grab des Seligen Hartwig befand sich im Salzburger Dom. Seit dem Brand im Jahr 1598 ist es verschollen.<ref name ="spitzer"/>
== Ausstellungen ==
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== Der Selige in Literatur und Belletristik ==
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== Literatur ==
== Literatur ==
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[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Person (Salzburg)]]
[[Kategorie:Person (Salzburg)]]
[[Kategorie:Sagenfigur]]
[[Kategorie: In Arbeit]]
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