Landesfeuerwehrverband Vorarlberg: Unterschied zwischen den Versionen
Landesfeuerwehrverband Vorarlberg (Quelltext anzeigen)
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Nach der Wiederherstellung Vorarlbergs als selbständiges Bundesland, nahm 1946 die provisorische Verbandsleitung des neu errichteten Landesfeuerwehrverbandes Vorarlberg unter den schwierigsten Voraussetzungen die Lehrgangstätigkeit auf. Mit dieser Aufgabe wurde der Bludenzer Bezirksfeuerwehrinspektor Karl Ratt beauftragt. Im Mai 1946 wurden im [[Feuerwehrhaus]] Bludenz die ersten [[Gruppe (Feuerwehr)#Maschinist|Maschinistenlehrgänge]] mit 63 Teilnehmern abgehalten. Die für die Ausbildung notwendigen Geräte, wie [[Tragkraftspritze]]n, Armaturen, Schlauchmaterial und Anhänger, stammten vorwiegend aus [[Wehrmacht]]sbeständen und von der Feuerwehr Bludenz. Als Lehr- und Speisesaal diente die kleine Glashalle in der Brauereigaststätte [[Brauerei Fohrenburg|Fohrenburg]]. Für das leibliche Wohl der Lehrgangsteilnehmer sorgte Mitzi Ratt, die Gattin des BFI Karl Ratt. Das Bezirksernährungsamt Bludenz stellte pro Lehrgang 10 kg Fleisch, 7,5 kg Nährmittel, 10 Dosen Sardinen, 2 kg Kaffee-Ersatz, 2,5 kg Zucker und 100 kg Kartoffeln für die Küche zur Verfügung und jeder Lehrgangsteilnehmer musste seine Lebensmittelkarte für 1 kg Brot, 100 g Fleisch, 100 g Nährmittel und 60 g Fett mitbringen. Selbstversorger, die nicht im Bezug von Lebensmittelkarten waren, mussten Kartoffeln und falls vorhanden, Mehl und Eier mitbringen. Als Schlafmöglichkeit dienten Luftschutzbetten mit Strohsäcken, die im Dachraum des Feuerwehrgerätehauses aufgestellt waren. Jeder Lehrgangsteilnehmer musste Leintuch, Kopfkissen, Wolldecke und Handtuch selbst mitbringen. Nach dem Abzug der [[Besetztes Nachkriegsösterreich|französischen Soldaten]] Ende 1953 wurde der von diesen im Gerätehaus Bludenz benutzte Raum über der Fahrzeuggarage zu einem Schulungs- und Speiseraum umgebaut und zusätzlich eine kleine Küche hergerichtet. Die Nächtigung der Lehrgangsteilnehmer erfolgte in Privathäusern der Umgebung. Um die Ausbildungstätigkeit zu verbessern erfolgte nach Beendigung der Lehrgänge im Mai 1962 ein weiterer Umbau. Der vorhandene Lehrsaal wurde für einen besseren Schulbetrieb entsprechend eingerichtet. Komplett neu gebaut | Nach der Wiederherstellung Vorarlbergs als selbständiges Bundesland, nahm 1946 die provisorische Verbandsleitung des neu errichteten Landesfeuerwehrverbandes Vorarlberg unter den schwierigsten Voraussetzungen die Lehrgangstätigkeit auf. Mit dieser Aufgabe wurde der Bludenzer Bezirksfeuerwehrinspektor Karl Ratt beauftragt. Im Mai 1946 wurden im [[Feuerwehrhaus]] Bludenz die ersten [[Gruppe (Feuerwehr)#Maschinist|Maschinistenlehrgänge]] mit 63 Teilnehmern abgehalten. Die für die Ausbildung notwendigen Geräte, wie [[Tragkraftspritze]]n, Armaturen, Schlauchmaterial und Anhänger, stammten vorwiegend aus [[Wehrmacht]]sbeständen und von der Feuerwehr Bludenz. Als Lehr- und Speisesaal diente die kleine Glashalle in der Brauereigaststätte [[Brauerei Fohrenburg|Fohrenburg]]. Für das leibliche Wohl der Lehrgangsteilnehmer sorgte Mitzi Ratt, die Gattin des BFI Karl Ratt. Das Bezirksernährungsamt Bludenz stellte pro Lehrgang 10 kg Fleisch, 7,5 kg Nährmittel, 10 Dosen Sardinen, 2 kg Kaffee-Ersatz, 2,5 kg Zucker und 100 kg Kartoffeln für die Küche zur Verfügung und jeder Lehrgangsteilnehmer musste seine Lebensmittelkarte für 1 kg Brot, 100 g Fleisch, 100 g Nährmittel und 60 g Fett mitbringen. Selbstversorger, die nicht im Bezug von Lebensmittelkarten waren, mussten Kartoffeln und falls vorhanden, Mehl und Eier mitbringen. Als Schlafmöglichkeit dienten Luftschutzbetten mit Strohsäcken, die im Dachraum des Feuerwehrgerätehauses aufgestellt waren. Jeder Lehrgangsteilnehmer musste Leintuch, Kopfkissen, Wolldecke und Handtuch selbst mitbringen. Nach dem Abzug der [[Besetztes Nachkriegsösterreich|französischen Soldaten]] Ende 1953 wurde der von diesen im Gerätehaus Bludenz benutzte Raum über der Fahrzeuggarage zu einem Schulungs- und Speiseraum umgebaut und zusätzlich eine kleine Küche hergerichtet. Die Nächtigung der Lehrgangsteilnehmer erfolgte in Privathäusern der Umgebung. Um die Ausbildungstätigkeit zu verbessern erfolgte nach Beendigung der Lehrgänge im Mai 1962 ein weiterer Umbau. Der vorhandene Lehrsaal wurde für einen besseren Schulbetrieb entsprechend eingerichtet. Komplett neu gebaut wurden ein Speisesaal für 80 Personen, eine leistungsfähige Küche, ein Lehrmittelraum, eine Bekleidungskammer, ein Waschraum mit WC-Anlagen und ein Büro. Am 16. März 1964 konnte LFI Josef Mittempergher die neue [[Feuerwehrschulen in Österreich|Landesfeuerwehrschule]] der Bestimmung übergeben. Im Herbst 1979 endete die Ausbildungstätigkeit in der Alpenstadt Bludenz, nachdem ein neuerlicher Um- und Zubau des Gerätehauses für die Ortsfeuerwehr Bludenz erfolgte. In den über 32 Jahren – von 1946 bis 1979 – wurden in Bludenz 434 Lehrgänge mit insgesamt 14.307 Lehrgangsteilnehmern, hiervon 12.964 Feuerwehrmänner und 1.343 Personen, die keiner Feuerwehr angehörten, abgehalten. | ||
Die Fortsetzung der Lehrgangstätigkeit erfolgte nun am Standort des Landesfeuerwehrverbandes in Feldkirch, ''Fidelisstraße 2''. In einem angemieteten Saal von der Stadt Feldkirch fand der theoretische Unterricht statt. Die praktische Ausbildung erfolgte auf dem Sportplatz Oberau in [[Gisingen (Feldkirch)|Gisingen]], Zugs- und Einsatzleiterübungen an Objekten in [[Tosters]] und rund um die [[Alte Pfarrkirche Feldkirch-Tosters|Wallfahrtskirche St. Corneli]]. Die Verpflegung der Lehrgangsteilnehmer erfolgte im Hotel „Bären“ in Feldkirch und für die Nächtigung stand die Jugendherberge in Gisingen zur Verfügung. Eine Notlösung, bei der viel Improvisationsgeschick notwendig war. Von 1980 bis 1984 fanden hier 126 Lehrgänge mit insgesamt 4.009 Lehrgangsteilnehmern statt. | Die Fortsetzung der Lehrgangstätigkeit erfolgte nun am Standort des Landesfeuerwehrverbandes in Feldkirch, ''Fidelisstraße 2''. In einem angemieteten Saal von der Stadt Feldkirch fand der theoretische Unterricht statt. Die praktische Ausbildung erfolgte auf dem Sportplatz Oberau in [[Gisingen (Feldkirch)|Gisingen]], Zugs- und Einsatzleiterübungen an Objekten in [[Tosters]] und rund um die [[Alte Pfarrkirche Feldkirch-Tosters|Wallfahrtskirche St. Corneli]]. Die Verpflegung der Lehrgangsteilnehmer erfolgte im Hotel „Bären“ in Feldkirch und für die Nächtigung stand die Jugendherberge in Gisingen zur Verfügung. Eine Notlösung, bei der viel Improvisationsgeschick notwendig war. Von 1980 bis 1984 fanden hier 126 Lehrgänge mit insgesamt 4.009 Lehrgangsteilnehmern statt. |