Walter Lehner: Unterschied zwischen den Versionen
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Walter Lehner wurde als Sohn des Schneidergehilfen Josef Lehner geboren, ohne eine Verwandtschaft zur bekannten Familie Lehner. Bereits ab seinem achten Lebensjahr lernte er Violine. Nach dem Untergymnasium in Hollabrunn besuchte er die Lehrerbildungsanstalten in Wien XXI (Strebersdorf, 1936–1938) sowie Wien I (ab 1938, Reifeprüfung 1941, Lehrbefähigung für Volksschulen 1946). Seine Lehrerlaufbahn begann er 1941 in [[Platt]], Niederösterreich. Nach dem Reichsarbeits- und Wehrmachtsdienst unterrichtete er ab 1945 in [[Göllersdorf]], Niederösterreich, zunächst an der Volks-, und ab 1948 an der Hauptschule. Anschließend unterrichtete er in [[Wullersdorf]], Niederösterreich. | Walter Lehner wurde als Sohn des Schneidergehilfen Josef Lehner geboren, ohne eine Verwandtschaft zur bekannten Familie Lehner. Bereits ab seinem achten Lebensjahr lernte er Violine. Nach dem Untergymnasium in Hollabrunn besuchte er die Lehrerbildungsanstalten in Wien XXI (Strebersdorf, 1936–1938) sowie Wien I (ab 1938, Reifeprüfung 1941, Lehrbefähigung für Volksschulen 1946). Seine Lehrerlaufbahn begann er 1941 in [[Platt]], Niederösterreich. Nach dem Reichsarbeits- und Wehrmachtsdienst unterrichtete er ab 1945 in [[Göllersdorf]], Niederösterreich, zunächst an der Volks-, und ab 1948 an der Hauptschule. Anschließend unterrichtete er in [[Wullersdorf]], Niederösterreich. | ||
Ab 1946 war Lehner Violinschüler von Luise Bilek und legte 1949 die Lehrbefähigungsprüfung für Hauptschulen ab, einschließlich Violine und Gesang. 1951 folgte die Staatsprüfung für Violine an der Wiener Musikakademie. Lehner lernte außerdem privat Klavier und Harmonielehre bei Otto Göbel und nahm Gesangs- und Stimmbildungsunterricht bei Elfriede Sindel. Ab 1953 studierte er an der Wiener Musikakademie Chordirigieren | Ab 1946 war Lehner Violinschüler von Luise Bilek und legte 1949 die Lehrbefähigungsprüfung für Hauptschulen ab, einschließlich Violine und Gesang. 1951 folgte die Staatsprüfung für Violine an der Wiener Musikakademie. Lehner lernte außerdem privat Klavier und Harmonielehre bei Otto Göbel und nahm Gesangs- und Stimmbildungsunterricht bei Elfriede Sindel. Ab 1953 studierte er an der Wiener Musikakademie Chordirigieren, Kompositionl, Kirchenmusik sowie Musikerziehung mit dem Hauptfach Stimmbildung. Er belegte zudem Kurse in Atemtechnik und Stimmbildung am [[w:Max Reinhardt Seminar|Max Reinhardt Seminar]]. | ||
Ab 1956 war Lehner Hauptschullehrer und Musikpräfekt am [[w:Knabenseminar Hollabrunn|Erzbischöflichen Seminar]] in Hollabrunn. 1974 wurde er Musiklehrer am Gymnasium und an der Bundeslehranstalt für Frauenberufe. Lehner gründete die Hollabrunner Musikschule sowie den Motettenchor des Seminars und war Chorregent an der Hollabrunner Stadtpfarrkirche St. Ulrich. Ab 1967 fungierte er als Sekretär der [[w:Pueri Cantores|Pueri Cantores Austriae]]. Er war auch als Volksbildner tätig und gründete zahlreiche Hausmusikkreise sowie Jugendsinggruppen. Zahlreiche Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen als Chorleiter dokumentieren sein musikalisches Wirken.<ref>{{Internetquelle|url=https://www.noen.at/hollabrunn/hollabrunn-walter-lehner-ein-mensch-des-jahrhunderts-hollabrunn-walter-lehner-100-jahre-niederoesterreich-print-344374275|titel=Walter Lehner, ein Mensch des Jahrhunderts|abruf=2025-02-17|datum=2022-11-25|werk=https://www.noen.at/|sprache=de|autor=Christian Pfeiffer}}</ref> | Ab 1956 war Lehner Hauptschullehrer und Musikpräfekt am [[w:Knabenseminar Hollabrunn|Erzbischöflichen Seminar]] in Hollabrunn. 1974 wurde er Musiklehrer am Gymnasium und an der Bundeslehranstalt für Frauenberufe. Lehner gründete die Hollabrunner Musikschule sowie den Motettenchor des Seminars und war Chorregent an der Hollabrunner Stadtpfarrkirche St. Ulrich. Ab 1967 fungierte er als Sekretär der [[w:Pueri Cantores|Pueri Cantores Austriae]]. Er war auch als Volksbildner tätig und gründete zahlreiche Hausmusikkreise sowie Jugendsinggruppen. Zahlreiche Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen als Chorleiter dokumentieren sein musikalisches Wirken.<ref>{{Internetquelle|url=https://www.noen.at/hollabrunn/hollabrunn-walter-lehner-ein-mensch-des-jahrhunderts-hollabrunn-walter-lehner-100-jahre-niederoesterreich-print-344374275|titel=Walter Lehner, ein Mensch des Jahrhunderts|abruf=2025-02-17|datum=2022-11-25|werk=https://www.noen.at/|sprache=de|autor=Christian Pfeiffer}}</ref> | ||
Walter | Walter Lehner ist am Friedhof Hollabrunn beerdigt (Gruppe E, Grab Nr. 159).<ref>{{Internetquelle|url=https://www.hollabrunn.gv.at/?tpl=98|titel=Friedhöfe und Gräber-Suche|abruf=2025-02-17}}</ref> | ||
==Ehrungen== | ==Ehrungen== | ||
Version vom 17. Februar 2025, 23:09 Uhr
Walter Lehner (*14. Oktober 1922 in Wien; † 10. Juli 1984) war ein österreichischer Komponist, Musiker und Musikpädagoge.
Leben
Walter Lehner wurde als Sohn des Schneidergehilfen Josef Lehner geboren, ohne eine Verwandtschaft zur bekannten Familie Lehner. Bereits ab seinem achten Lebensjahr lernte er Violine. Nach dem Untergymnasium in Hollabrunn besuchte er die Lehrerbildungsanstalten in Wien XXI (Strebersdorf, 1936–1938) sowie Wien I (ab 1938, Reifeprüfung 1941, Lehrbefähigung für Volksschulen 1946). Seine Lehrerlaufbahn begann er 1941 in Platt, Niederösterreich. Nach dem Reichsarbeits- und Wehrmachtsdienst unterrichtete er ab 1945 in Göllersdorf, Niederösterreich, zunächst an der Volks-, und ab 1948 an der Hauptschule. Anschließend unterrichtete er in Wullersdorf, Niederösterreich.
Ab 1946 war Lehner Violinschüler von Luise Bilek und legte 1949 die Lehrbefähigungsprüfung für Hauptschulen ab, einschließlich Violine und Gesang. 1951 folgte die Staatsprüfung für Violine an der Wiener Musikakademie. Lehner lernte außerdem privat Klavier und Harmonielehre bei Otto Göbel und nahm Gesangs- und Stimmbildungsunterricht bei Elfriede Sindel. Ab 1953 studierte er an der Wiener Musikakademie Chordirigieren, Kompositionl, Kirchenmusik sowie Musikerziehung mit dem Hauptfach Stimmbildung. Er belegte zudem Kurse in Atemtechnik und Stimmbildung am Max Reinhardt Seminar.
Ab 1956 war Lehner Hauptschullehrer und Musikpräfekt am Erzbischöflichen Seminar in Hollabrunn. 1974 wurde er Musiklehrer am Gymnasium und an der Bundeslehranstalt für Frauenberufe. Lehner gründete die Hollabrunner Musikschule sowie den Motettenchor des Seminars und war Chorregent an der Hollabrunner Stadtpfarrkirche St. Ulrich. Ab 1967 fungierte er als Sekretär der Pueri Cantores Austriae. Er war auch als Volksbildner tätig und gründete zahlreiche Hausmusikkreise sowie Jugendsinggruppen. Zahlreiche Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen als Chorleiter dokumentieren sein musikalisches Wirken.[1]
Walter Lehner ist am Friedhof Hollabrunn beerdigt (Gruppe E, Grab Nr. 159).[2]
Ehrungen
- Walter Lehner erhielt er den Förderungspreis (1968) und den Würdigungspreis (1981) des Landes Niederösterreich, sowie den Professor-Titel im Jahr 1969.
- 1982 zum Ritter des päpstlichen Sylvesterordens ernannt.
- Ihm zu Ehren wurde die Prof. Lehnergasse 1986 in Hollabrunn benannt
Weblinks
- Christian Fastl: Lehner, Walter. In: https://musiklexikon.ac.at/. Abgerufen am 17. Februar 2025.
Einzelnachweise
- ↑ Christian Pfeiffer: Walter Lehner, ein Mensch des Jahrhunderts. In: https://www.noen.at/. 25. November 2022, abgerufen am 17. Februar 2025 (deutsch).
- ↑ Friedhöfe und Gräber-Suche. Abgerufen am 17. Februar 2025.