Engelburga Strobel

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Sr. Engelburga Strobel, FDC (* 2. Februar 1911 in Raabs an der Thaya;[1]2. April 2009 in Graz) war eine österreichische Ordensfrau der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul und Pädagogin.

Leben

Engelburga Strobel wurde als Josefine Strobel am 2. Februar 1911 in Rabs an der Thaya, wie ihr 5 Jahre älterer Bruder Hubert Strobel geboren. Sie wuchs nach dem frühen Verlust ihrer Eltern ab ihrem achten Lebensjahr bei Pflegeeltern in Pillichsdorf auf. Ihre berufliche Laufbahn begann mit der Ausbildung an der Lehrerinnenbildungsanstalt der Ursulinen in Graz, woraufhin sie 1933 in die Kongregation der Barmherzigen Schwestern eintrat. Nach ersten Berufsjahren an der Volksschule in Riegersburg wurde sie 1939 an die Mädchenschule des St. Georgs-Kollegs nach Istanbul entsandt.

Ihre dortige Lehrtätigkeit erfuhr durch die geopolitischen Verwerfungen des Zweiten Weltkriegs eine drastische Zäsur, als sie nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und dem Deutschen Reich im August 1944 gemeinsam mit anderen Staatsangehörigen interniert wurde. Die Zeit bis zum Januar 1946 verbrachte sie im anatolischen Yozgat. Nach ihrer Entlassung aus der Internierung war Strobel bis zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs als Krankenpflegerin im Istanbuler Krankenhaus La Paix tätig, bevor sie ihren Dienst am St. Georgs-Kolleg fortsetzen konnte.

Nach einer Unterbrechung kehrte sie 1957 für eine zweite Wirkungsphase an das Kolleg zurück, wo sie bis 1972 in der Volksschule und den Vorbereitungsklassen unterrichtete. Diese Jahrzehnte in der Türkei blieben für sie zeitlebens prägend und begründeten langjährige Verbindungen zu ihren ehemaligen Schülerinnen. Im Jahr 1972 kehrte sie nach Österreich zurück und verbrachte ihren Lebensabend im Grazer Mutterhaus ihres Ordens, wo sie am 2. April 2009 im Alter von 98 Jahren verstarb.

Weblinks

Einelnachweise