Hubert Strobel

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Dr. Hubert Strobel (* 24. September 1906 in Raabs an der Thaya[1]; † 2. Dezember 1973 in Wien) war ein österreichischer römisch-katholischer Theologe, Kirchenrechtler und hochrangiger Funktionär der Wiener Diözesanverwaltung.

Leben

Hubert Strobel wurde am 24. September 1906 in Raabs an der Thaya geboren und wuchs bei Pflegeeltern in Pillichsdorf auf. Er absolvierte das Erzbischöfliche Seminar in Hollabrunn, wo er 1925 maturierte, und studierte anschließend Theologie in Wien. Am 9. März 1930 empfing er die Subdiakonatsweihe durch den damaligen Weihbischof Franz Kamprath[2] und am 6. April die Diakonatsweihe. Am 13. Juli 1930 wurde er zum Priester geweiht.[3] Seine Primiz feierte er am 20. Juli 1930 in Pillichsdorf. Die Nachprimiz feierte er am 14. Juli 1930 in Ilz in Tirol, wo der seit 1919 elternlose Strobel über das Canisiuswerk Förderer hatte.[4] Seine Laufbahn begann er in der praktischen Seelsorge als Kooperator in der Pfarre Purkersdorf. [5]

Ab September 1931 an wirkte er als Studienpräfekt am Erzbischöflichen Knabenseminar.[6][7]

Am 1. September 1936 trat er als Notar in den Dienst des Erzbischöflichen Diözesangerichts.[8] Parallel zu seiner Tätigkeit vertiefte er seine Studien im Kanonischen Recht und promovierte am 13. Mai 1939 an der Universität Wien.[9][10] Während der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs blieb er in der Diözesanverwaltung tätig und stieg im April 1947 zum Kanzleidirektor des Metropolitan- und Diözesangerichts auf.[11] Mit Wirkung vom 1. Februar 1953 wurde Hubert Strobel, zum Prosynodalrichter sowie zum Promotor Iustitiae und Promotor Fidei Substitutus für Ehesachen ernannt.[12]

Er verstarb am 2. Dezember 1973 in Wien und wurde am 21. Dezember 1973 in Pillichsdorf bestattet.[3]

Seine Schwester war Schwester Engelburga Strobel (geb. Josefine Strobel, * 2. Februar 1911 in Raabs an der Thaya; † 2. April 2009).

Werke

Seine Dissertation "Das bürgerliche Eherecht im Lichte des kanonischen Rechts" (1935) untersuchte die Spannungsfelder zwischen staatlicher Gesetzgebung und kirchlichem Recht.

Literatur

  •  Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 153.

Weblinks

  • Fotos zum Schlagwort Hubert Strobel in der Topothek der Gemeinde/Region Pillichsdorf (Urheberrechte beachten)

Einzelnachweise

  1. Taufbuch der Pfarre Raabs an der Thaya auf matricula online
  2. Subdiaktonatsweihe im Stephansdom. In: Reichspost, 27. Februar 1930, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/rpt
  3. 3,0 3,1  Parte Hubert Strobel. 14. Dezember 1973 (https://pillichsdorf.topothek.at/?doc=1165844).
  4. Nachprimiz in Silz: Artikel in: Reichspost, 27. Februar 1930, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/rpt
  5. Katholische Aktion Purkersdorf. - Abschiedsfeier für den hochw. Herrn Koop. Hu­bert Strobel. In: Ostbahn Bote. Illustriertes Wochenblatt für das christliche Volk der Bezirke Schwechat, Bruck a(n) d(er) Leitha, Hainburg und Umgebung / Ostbahn Bote. Illustriertes Wochenblatt der Bezirke Schwechat, Bruck an der Leitha, Hainburg und Umgebung / Ostbahnbote (Wochenblatt für Niederösterreich), 9. August 1931, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/otb
  6. Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 9/1931, S. 14 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  7. Veränderungen im Klerus der Erzdiözese Wien. In: Reichspost, 6. September 1931, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/rpt
  8. Chronik der Erzdözese Wien. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 9/1936, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  9. Chronik der Erzdözese Wien. In: Neuigkeits-Welt-Blatt / Neuigkeits-Welt-Blatt (Provinz-Ausgabe/Land-Ausgabe), 25. Mai 1939, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwb
  10. Chronik der Erzdözese Wien. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 9/1939, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  11.  Personalstand der Säkular- und Regular-Geistliche der Erzdiözese Wien nach dme Stande vom 1. Juli 1848. Verlag der erzbischöflichen Ordinariatskanzlei, S. 47.
  12. Personalnachrichten. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 3/1953, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd