Franz Braith
Franz Braith (* 24. August 1878 in Wien; † 21. Juni 1945 ebenda) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester und Spiritual, der vor allem in der Priesterausbildung der Erzdiözese Wien sowie in der Seelsorge tätig war.
Leben
Franz Braith absolvierte seine erste gymnasiale Ausbildung am Landes-Realgymnasium in Waidhofen an der Thaya. Im Anschluss wechselte er an das fürsterzbischöfliche Seminar in Hollabrunn, wo er am 16. Juli 1897 am k. k. Staatsgymnasium die Matura ablegte. Sein theologisches Studium begann er am 9. Oktober 1897 im Klerikal-Seminar in Wien. Am 25. Juli 1901 empfing er durch Bischof Godfried Marschall die Priesterweihe.[1] Seine Primiz feierte am am 31. Juli 1901 in Gastern im Waldviertel.[2]
Seine ersten Kaplansjahre führten ihn im September 1901 zunächst nach Röschitz. Bereits im August 1902 wurde er als Kooperator nach Auersthal versetzt. Nach dem plötzlichen Tod des dortigen Dechanten Laurenz Schuster übernahm Braith am 1. Jänner 1903 kurzzeitig die Leitung der Pfarre als Provisor, bevor er dort nach der Neubesetzung im April 1903 wieder als Kooperator wirkte. Im September 1903 folgte eine Versetzung an die Pfarre St. Laurentius im Wiener Stadtteil Breitensee (Penzing).
Aufgrund seiner pädagogischen Eignung wurde Braith am 6. Oktober 1904 zum Studienpräfekten des fürsterzbischöflichen Knabenseminars ernannt. Nach dem Tod von Spiritual Johann PeutlIn wurde er am 15. September 1919 durch Kardinal Pfiffl zum Spiritual berufen.[3]
1914 half er als Excurenndo-Provisor in der Pfarre Aspersdorf aus.[4]
In seinen späten Berufsjahren wechselte er am 1. September 1933 als Hausgeistlicher an das Greisenasyl in Wien-Währing (18. Bezirk). Am 31. Jänner 1934 trat Franz Braith offiziell in den dauernden Ruhestand. Er verstarb am 21. Juni 1945 in Wien. Er wurde am Friedhof Gersthof am 28. Juni 1945 bestattet (Gruppe: Q, Nr. 39).[5]
Ehrungen
- In Anerkennung seiner langjährigen Verdienste um die Priesterausbildung und die kirchliche Verwaltung wurde ihm der Ehrentitel Erzbischöflicher Geistlicher Rat verliehen.[6]
Literatur
- Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 46, 148.
- Johann Grippel: Geschichte des f.e. Knabenseminars der Erzdiözese Wien zu Oberhollabrunn. Verlag des f.e. Knabenseminar, Oberhollabrunn 1906, S. 170.
Einzelnachweise
- ↑ Priesterweihe. In: Deutsches Volksblatt / Deutsches Volksblatt. Radikales Mittelstandsorgan / Telegraf. Radikales Mittelstandsorgan / Deutsches Volksblatt. Tageszeitung für christliche deutsche Politik, 26. Juli 1901, S. 8 (online bei ANNO).
- ↑ Primizen der Wiener Alumnaten. In: Reichspost, 12. Juli 1901, S. 10 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 19/1919, S. 7 (online bei ANNO).
- ↑ Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 20/1914, S. 12 (online bei ANNO).
- ↑ Franz Braith in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at
- ↑ Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 11/1929, S. 16 (online bei ANNO).
- Geboren 1878
- Gestorben 1945
- Geboren in Wien
- Gestorben in Wien
- Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)
- Seminarist des Erzbischöflichen Seminar Hollabrunn
- Präfekt des Erzbischöflichen Seminar Hollabrunn
- Spiritual des Erzbischöflichen Seminar Hollabrunn
- Pfarrseelsorger (Röschitz)
- Pfarrseelsorger (Auersthal)
- Pfarrseelsorger (Breitensee, Wien)
- Mann