Franz Forsthuber

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Franz Forsthuber (* 8. August 1943 in Oberhöflein; † 14. Juni 2020) war ein römisch-katholischer Priester und langjähriger Pfarrer in Niederösterreich. Er wirkte über Jahrzehnte hinweg als Seelsorger und prägte insbesondere die Pfarren Spillern und Umgebung nachhaltig.

Leben

Franz Forsthuber wurde am 8. August 1943 in Oberhöflein geboren. Nach seinem Studium wurde er am 29. Juni 1968 von Kardinal Franz König zum Priester geweiht.[1] Im Anschluss war er von 1968 bis 1976 als Kaplan in Hollabrunn tätig.

Im Jahr 1976 übernahm er als damals 33-Jähriger die Pfarre Spillern, die er über vier Jahrzehnte hinweg leitete und entscheidend prägte. Darüber hinaus wirkte er auch ab 1983 in den Pfarren Kleinwilfersdorf sowie Oberrohrbach. Forsthuber galt als besonders volksnaher Seelsorger und wurde von vielen Gläubigen als prägende Begleitperson im Leben wahrgenommen.

Ein Schwerpunkt seines Wirkens lag in der lebendigen Gestaltung der Liturgie. Besonders seine musikalisch geprägten Gottesdienste, etwa in der Karwoche oder bei der Pfingstvigil, fanden große Beachtung. Musik spielte auch darüber hinaus eine zentrale Rolle in seinem Leben; so initiierte er unter anderem das Adventsingen in Spillern. Er war als Musiker, Sänger und Chorleiter tätig.[2]

Neben seiner seelsorglichen Tätigkeit engagierte sich Forsthuber in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ebenso wie in der Betreuung älterer und kranker Menschen. Zudem leitete er Seminare und organisierte Reisen zu biblischen Stätten.

Ein besonderes Anliegen war ihm der Neubau sowie die künstlerische Gestaltung der Filialkirche Oberrohrbach. Seine Gedanken und Erfahrungen veröffentlichte er im Buch „Das große Plus“.

Im Jahr 2016 trat Forsthuber nach rund 40 Jahren als Pfarrer von Spillern in den Ruhestand und übergab die Pfarre an seinen Nachfolger Paul Dubovsky.[3] Bis zu seinem Tod lebte er in Rückersdorf, wo er unter anderem eine kleine Werkstätte für Uhrmacherei und Instrumentenreparatur betrieb.[4]

Franz Forsthuber verstarb am 14. Juni 2020 im Alter von 76 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Die Verabschiedung fand am 3. Juli 2020 in der Pfarrkirche Spillern statt. Anschließend erfolgte die Überführung nach Kleinwilfersdorf, wo er am örtlichen Friedhof im Priestergrab bestattet wurde.[2]

Ehrungen

  • Er wurde zum erzbischöflichen Konsistorialrat (KR) ernannt.
  • Mit 13. Dezember 2008 wurde ihm eine besondere päpstliche Auszeichnung zuteil, als er zum Kaplan Seiner Heiligkeit (womit der Titel Monsignore einhergeht) ernannt wurde.[5]
  • Im Jahr 2016 wurde Franz Forsthuber im Rahmen seiner Abschiedsmesse als Pfarrer von Spillern zum Ehrenbürger der Gemeinde Spillern ernannt.[4]
  • In Spillern wurde zudem der Franz-Forsthuber-Weg nach ihm benannt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1.  Erzbischöfliches Ordinariat (Hrsg.): Beiträge zur Wiener Diözesangeschichte. Wien 1. August 1990, Geistliche Söhne - Verzeichnis der von Kardinal König geweihten Bischöfe und Priester, S. 31.
  2. 2,0 2,1  Parte - Pfarrer i.R. Franz Forsthuber. Spillern Juni 2020.
  3.  Wiener Diözesanblatt. Wien Juni 2016, S. 43.
  4. 4,0 4,1 Bernhard U. Wiesre: Gemeinde trauert um den Alt-Pfarrer Franz Forsthuber. In: https://www.noen.at/. 17. Juni 2020, abgerufen am 29. März 2026.
  5.  Wiener Diözesanblatt. Wien März 2009, S. 16.