Johann Haferl

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Johann Haferl (* 10. Februar 1855 in Auersthal[1]; † 14. April 1893 in Mürzzuschlag[2]) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester, Musikpädagoge und Chorregent.

Leben und Wirken

Johann Haferl wurde am 10. Februar 1855 im niederösterreichischen Weinviertel geboren und getauft. Durch seinen örtlichen Pfarrer ermutigt absolvierte er das damalige Knabenseminar in Wien. Nach seinem Studium der Theologie empfing er am 24. Juli 1881 in Wien die Priesterweihe.

Seine berufliche Laufbahn war eng mit der Stadt Oberhollabrunn (heute Hollabrunn) verbunden. Er begann dort als Kooperator in der Pfarre von 1881 bis 1882. Aufgrund seiner musikalischen Qualifikationen wurde er am 15. September 1882 zum Musikpräfekten des Seminars ernannt, mit dem Auftrag einen Tag in der Woche den Dienst des Studienpräfekten zu versehen. In dieser Funktion war er für die liturgische Musik und die musikalische Ausbildung der Zöglinge verantwortlich.

Ab 1884 unterrichtete Haferl auch als Gesangslehrer am k.k. Staatsgymnasium in Oberhollabrunn. Am 7. Mai 1885 legte er die Lehramtsprüfung für Musik ab. Mit Beginn des Schuljahres 1891/92 gab er seine Tätigkeit am Gymnasium auf, um sich vollständig der musikalischen Ausbildung im Knabenseminar zu widmen.

Er galt als engagierter Pädagoge, der das Musikleben der Stadt und des Seminars in den 1880er- und frühen 1890er-Jahren maßgeblich mitprägte.

An Tuberkulose erkrankt, begab sich Haferl im Herbst 1892 zu einem Kuraufenthalt nach Meran. Bereits seit Jänner 1892 stellte man ihm als Unterstützung den jungen Geistlichen Fanz Lehner bei. Auf der Rückreise nach Hollabrunn verstarb er am 14. April 1893 in Mürzzuschlag. Seinem zuvor geäußerten Wunsch entsprechend wurde sein Leichnam nach Hollabrunn überführt und dort beigesetzt. [3][4][5] Er wurde in einem bereits aufgelassenen Grab (L/48) beigesetzt, in dem zuvor bereits Josef Herbst, Johann Peutl und dem ehemalige Rektor Josef Gartner bestattet worden waren.

Literatur

  •  Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 131,149.
  •  Johann Grippel: Geschichte des f.e. Knabenseminars der Erzdiözese Wien zu Oberhollabrunn. Verlag des f.e. Knabenseminar, Oberhollabrunn 1906, S. 171, 172.

Einzelnachweise

  1. Taufbuch der Pfarre Auersthal auf matricula online
  2. Sterbebuch der Pfarre Hollabrunn auf matricula online
  3. Zur Chronik der Erzdözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 8/1893, S. 12 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  4. Tages-Nachrichten. In: Neuigkeits-Welt-Blatt / Neuigkeits-Welt-Blatt (Provinz-Ausgabe/Land-Ausgabe), 20. April 1893, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwb
  5. Aus Mürzzuschlag. In: Grazer Volksblatt, 16. April 1893, S. 2 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gre