Karl Sochatzy
Karl Sochatzy (*26. September 1891 in Gaaden; † 13. Oktober 1959 in Hollabrunn) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester, der über Jahrzehnte das kirchliche Leben im Weinviertel, insbesondere in Hollabrunn, prägte.
Leben
Karl Sochatzy, der Sohn vom Landwirts Karl Sochatzy und Maria geborene Holletscheck, die beide aus Neutitschein in Böhmen stammten[1], empfing am 25. Juli 1914 im Wiener Stephansdom die Priesterweihe.[2] Seine erste Dienststation führte ihn am 1. September 1914 als Kooperator nach Hollabrunn, wo er bis 1921 tätig war.[3] In diese Zeit fiel eine erste Phase der Leitungsverantwortung: Nach dem Tod von Anton Van der Bom übernahm Sochatzy ab dem 11. Dezember 1919 die Funktion des Lokalprovisors, die er bis zur Ernennung von Georg Pfeifer im Jahr 1920 ausführte.[4]
Am 1. September 1921 wechselte er als Pfarrer nach Obermallebarn.[5] Dort wirkte er insgesamt 25 Jahre lang, bis er im Jahr 1946 in seine frühere Wirkungsstätte Hollabrunn zurückkehrte. Am 1. September 1946 wurde er zum Pfarrer von Hollabrunn ernannt und trat dieses Amt offiziell am 1. Oktober 1946 an.[6] Er leitete die Pfarre durch die herausfordernden Jahre der Nachkriegszeit bis zu seinem Tod im Jahr 1959.
Karl Sochatzy verstarb am 13. Oktober 1959 in Hollabrunn. Die feierlichen Exequien wurden unter der Leitung von Erzbischof Kardinal Franz König abgehalten. Am 16. Oktober 1959 wurde er auf dem Friedhof Hollabrunn beigesetzt.[7]
Ehrungen und Titel
Für seine Verdienste um die Seelsorge und die Verwaltung der Kirche wurden Karl Sochatzy mehrere Auszeichnungen zuteil:
- Bereits im Jahr 1936 erfolgte seine Ernennung zum Dekanatskämmerer.[8]
- Er führte den kirchlichen Ehrentitel Geistlicher Rat (GR), der ihm in Anerkennung seines langjährigen priesterlichen Wirkens verliehen wurde.
Weblinks
Fotos zum Schlagwort Karl Sochatzy in der Topothek der Gemeinde/Region Hollabrunn-Stadt (Urheberrechte beachten)
Einzelnachweise
- ↑ Taufbuch] der Pfarre Gaaden auf matricula-online
- ↑ Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stand vom 7. Juni 1956. Erzbischöfliche Ordinariatskanzlei, Wien 7. Juni 1956.
- ↑ Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 16/1914, S. 8 (online bei ANNO).
- ↑ Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 23/1919, S. 4 (online bei ANNO).
- ↑ Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 15/1921, S. 12 (online bei ANNO).
- ↑ Wien. In: Salzburger Kirchenblatt / Salzburger Kirchenblatt. Neue Folge / Katholische Kirchenzeitung vormals („)Salzburger Kirchenblatt(“) / Klerus-Blatt vormals Katholische Kirchenzeitung, 13. November 1946, S. 8 (online bei ANNO).
- ↑ Personalstand der Welt- und Ordengeistlichkeit der Erzdiözese Wien. Erzbischöfliches Ordinariat, Wien 1. März 1961, S. 203.
- ↑ Einführung der Dekanatskämmerer. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 6/1936, S. 5 (online bei ANNO).