Lucaconi2000/Benedikt Fröschl
Benedikt Fröschl OSB (* 16. August 1898 in Wien als Johann Fröschl; † 21. März 1978 ebenda) war ein österreichischer Benediktiner, Seelsorger und Historiker. Er wurde besonders als „Bergsteigerpater“ sowie durch seine langjährige Tätigkeit in der Pfarrverwaltung des Schottenstiftes bekannt.
Leben
Benedikt Fröschl wuchs in Wien auf und diente nach der Matura als Leutnant im Ersten Weltkrieg.[1] Nach Kriegsende trat er in die Benediktinerabtei unserer Lieben Frau zu den Schotten (Schottenstift) ein. Er legte die Profess ab und empfing am 10. Juli 1921 die Priesterweihe. Seine Primiz feierte er am 30. Juli 1922 in der Wiener Schottenkirche unter der Festpredigt von P. Vinzenz Blaha.[2]
Parallel zu seinem geistlichen Dienst absolvierte Fröschl ein Studium der Geschichte und Philosophie an der Universität Wien. Er wurde mit einer kirchengeschichtlichen Arbeit über P. Wilhelm von Schopf und die oberösterreichischen Pfarren des Schottenstiftes zum Doktor der Philosophie (Dr. phil.) 1924 promoviert.
Seine seelsorgliche Laufbahn führte ihn zunächst als Kooperator in verschiedene Stiftspfarren: ab Mai 1923 nach Gaweinstal[3] und ab Februar 1925 nach Pulkau.[4] In dieser Zeit war Fröschl zudem ein engagierter Alpinist und Mitglied der Sektion Austria des Österreichischen Alpenvereins. Am 1. August 1926 vollzog er die feierliche Einweihung der Edelrautehütte in den Rottenmanner Tauern.[5]
Im Januar 1928 wechselte er als Kooperator nach Stammersdorf und übernahm dort im März 1931 als Provisor die Leitung der Pfarre.[6][7] Er blieb zeit seines Lebens Mitglied des Schottenkonvents und verstarb am 21. März 1978 in Wien. Sein Grab befindet sich in der Konventgruft der Schottenkirche auf der Freyung.
Einzelnachweise
- ↑ Personales. In: Bote aus Mistelbach. Zeitschrift für Politik, Volks- und Landwirtschaft, Gewerbe und Vereinsleben. Organ der Bezirks-Feuerwehr-Verbände Feldsberg, Laa, Mistelbach, Poysdorf und Zistersdorf / Mistelbacher Bote. Unabhängiges Wochenblatt für den Verwaltungsbezirk Mistelbach und für die Gerichtsbezirke Laa a(n) d(er) Thaya, Mistelbach und Poysdorf. Organ der Bezirks-Feuerwehr-Verbände und der Bezirksfeuerwehr-Unterstützungskassen / Mistelbacher Bote. Aeltestes Wochenblatt für den Verwaltungsbezirk Mistelbach und für die Gerichtsbezirke Laa a(n) d(er) Thaya, Mistelbach und Poysdorf, 1. Juni 1923, S. 4 (online bei ANNO).
- ↑ Primizfeier. In: Reichspost, 26. Juli 1922, S. 6 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 7/1923, S. 11 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 2/1925, S. 6 (online bei ANNO).
- ↑ Rottenmann. In: Grazer Volksblatt, 6. August 1926, S. 5 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 2/1928, S. 12 (online bei ANNO).
- ↑ Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 3/1931, S. 7 (online bei ANNO).