Moriz Glattauer

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Moriz Glattauer (16. Jänner 1870 in Wien; 2. Februar 1943 in Theresienstadt) war ein österreichischer Violinist. Er gehörte bis Ende 1937 dem Orchester der Wiener Staatsoper und den Wiener Philharmonikern an. Er wurde vom NS-Regime ermordet.

Lebensweg

Moriz Glattauer war Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde Wien an. Er hatte drei Geschwister, Emil, Ernestine und Friedrich. Er studierte von 1882 bis 1886 am Wiener Konservatorium. Zu seinen Lehrern zählten Josef Maxintsak (Mitglied der k.k. Hofkapelle und des k.k. Hofopernorchesters) und Joseph Hellmesberger junior (u. a. Soloviolinist und Konzertmeister der Hofoper, Hofkapellmeister). Er schloss seine Studien mit Diplom ab. Er war in erster Ehe mit Rudolfine (1882–1906), geb. Hertzka, verheiratet, 1915 heiratete er Anna, geb. Schidlof. Am 1. April 1916 trat er in die k.k. Hofoper und in das Orchester der Wiener Philharmoniker ein. Er gehörte der Instrumentengruppe Violine I an.

Anfang Jänner 1938 wechselte er in die Pension. Er wurde gemeinsam mit seiner Frau verhaftet und am 14. Juli 1942 mit dem 31. Transport nach Theresienstadt deportiert. Moriz Glattauer kam am 2. Februar 1943 in Theresienstadt ums Leben. Seine Ehefrau wurde am 15. Mai 1944 mit dem Transport Dz in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Gedenken

2022 wurde für Moriz Glattauer und seine Ehefrau vor dem Haus Riemergasse 8 im ersten Wiener Gemeindebezirk ein Stein des Gedenkens verlegt.[1]

Quellen

Einzelnachweise

  1. Stein des Gedenkens – Moritz Glattauer. In: gams.uni-graz.at. Abgerufen am 16. Jänner 2026.