183.921
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Im Jahr 1856 übersiedelte er mit seiner Familie nach Wien. 1858 erfolgte die Eintragung ins Firmenbuch unter der Adresse Millergasse 583/584 (heute 42-44). Aus dem Jahr 1859 ist bekannt, dass er 58.000 Hausnummerntafeln und 2.000 Ortstafeln in den [[w:Prag|Prager]] Kreis lieferte. Seine Produkte wurden sowohl in die gesamten Monarchie als auch nach Westeuropa verkauft. Zur Zeit der Wiener Weltausstellung beschäftigte er etwa 50 Arbeiter. Die Fabrik befand sich damals in der [[w:Mariahilfer Straße|Mariahilfer Straße 117]] und stellte etwa 100.000 Schilder im Jahr her. | Im Jahr 1856 übersiedelte er mit seiner Familie nach Wien. 1858 erfolgte die Eintragung ins Firmenbuch unter der Adresse Millergasse 583/584 (heute 42-44). Aus dem Jahr 1859 ist bekannt, dass er 58.000 Hausnummerntafeln und 2.000 Ortstafeln in den [[w:Prag|Prager]] Kreis lieferte. Seine Produkte wurden sowohl in die gesamten Monarchie als auch nach Westeuropa verkauft. Zur Zeit der Wiener Weltausstellung beschäftigte er etwa 50 Arbeiter. Die Fabrik befand sich damals in der [[w:Mariahilfer Straße|Mariahilfer Straße 117]] und stellte etwa 100.000 Schilder im Jahr her. | ||
Als 1862 in Wien das Hausnummernsystem von den [[w:Konskriptionsnummer|Konskriptionsnummern]] in Orientierungsnummern umgestellt wurde, war er für die Organisation und Lieferung von 12.000 Hausnummernschildern und 3000 Straßenschilder verantwortlich. Die Straßentafeln waren bis 1923 in Verwendung. Allerdings wurden sie später nicht mehr als [[w:Zinkguss|Zinkguss]] sondern nur mehr aus | Als 1862 in Wien das Hausnummernsystem von den [[w:Konskriptionsnummer|Konskriptionsnummern]] in Orientierungsnummern umgestellt wurde, war er für die Organisation und Lieferung von 12.000 Hausnummernschildern und 3000 Straßenschilder verantwortlich. Die Straßentafeln waren bis 1923 in Verwendung. Allerdings wurden sie später nicht mehr als [[w:Zinkguss|Zinkguss]] sondern nur mehr aus Blech hergestellt, da sie zu oft entwendet wurden. Zum Abschluss dieser Umstellung veröffentlichte er auch einen Orientierungsplan, der als ''Prachtausführung'' von ihm auch [[w:Franz Joseph II.|Kaiser Franz Joseph]] überreicht wurde. | ||
Neben seiner Unternehmertätigkeit war er in verschiedenen jüdischen Einrichtungen aktiv. So war ab den 1860er Jahren im ''israelitischen Tempelverein für Mariahilf und Neubau Vorstandsmitglied und war er sehr initiativ im Bau des 1883/1984 [[w:Schmalzhoftempel|Schmalzhoftempels]]. Zuerst Vorstandsmitglied, dann Präsident war er auch des 1868 gegründeten israelitischen Humanitätsverein für die westlichen Bezirke Wiens "Nachlat Jeschurun". Ebenso beteiligt war er an der Gründung des ''Israelitischen Frauenwohltätigkeitsverein für die Bezirke Mariahilf und Neubau''. | Neben seiner Unternehmertätigkeit war er in verschiedenen jüdischen Einrichtungen aktiv. So war ab den 1860er Jahren im ''israelitischen Tempelverein für Mariahilf und Neubau Vorstandsmitglied und war er sehr initiativ im Bau des 1883/1984 [[w:Schmalzhoftempel|Schmalzhoftempels]]. Zuerst Vorstandsmitglied, dann Präsident war er auch des 1868 gegründeten israelitischen Humanitätsverein für die westlichen Bezirke Wiens "Nachlat Jeschurun". Ebenso beteiligt war er an der Gründung des ''Israelitischen Frauenwohltätigkeitsverein für die Bezirke Mariahilf und Neubau''. | ||