Franz Lehner

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Franz Lehner (* 6. August 1866 in Seitzersdorf, Niederösterreich; † 24. Dezember 1954 in Theresienfeld) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester, Musikpädagoge und Erzbischöflicher Geistlicher Rat. Er wirkte über Jahrzehnte als Musikpräfekt und Lehrer in Hollabrunn.

Leben

Franz Lehner wurde am 6. August 1866 in Seitzersdorf geboren. Seine akademische und geistliche Ausbildung erhielt er zwischen 1879 und 1887 als Zögling des fürsterzbischöflichen Seminars in Wien und Hollabrunn sowie von 1887 bis 1891 im fürsterzbischöflichen Alumnat. Am 25. Juli 1891 empfing er in Wien die Priesterweihe.

Seine berufliche Laufbahn begann Lehner am 1. September 1891 als Kooperator in Maissau.[1] Bereits im Januar 1892 wechselte er an das Knabenseminar in Hollabrunn, wo er zunächst als provisorischer Nachfolger des an Tuberkulose schwer erkrankten Vorgängers Johann Haferl tätig war. Ab dem 2. Mai 1893 wurde er als definitiver Musikpräfekt ernannt. Ab dem 16. September 1901 weitete er seine pädagogische Tätigkeit aus und unterrichtete zusätzlich als Gesangslehrer am damaligen k. k. Staatsgymnasium in Hollabrunn.

Nach fast drei Jahrzehnten im Schuldienst trat Lehner am 1. März 1920 in den dauernden Ruhestand. Seinen Lebensabend verbrachte er als Hausgeistlicher im Kloster der Schwestern vom Guten Hirten in Theresienfeld, wo er am Heiligen Abend des Jahres 1954 verstarb. Er wurde am Ortsfriedhof von Theresienfeld bestattet.[2]

Ehrungen

  • Er führte den Titel eines Erzbischöflichen Geistlichen Rates (E. b. Geistl. Rat).[3]
  • Zudem wurde ihm das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone verliehen, eine bedeutende staatliche Auszeichnung des österreichischen Kaiserhauses für zivile Verdienste.

Literatur

  •  Johann Grippel: Geschichte des f.e. Knabenseminars der Erzdiözese Wien zu Oberhollabrunn. Verlag des f.e. Knabenseminar, Oberhollabrunn 1906, S. 172.
  •  Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 41, 149-150.

Einzelnachweise

  1. Anstellung neugeweihter Priester. In: Das Vaterland, 12. August 1891, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/vtl
  2.  Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Erzdiözese Wien nach dem Stand vom 7. Juni 1956. Erzbischöfliche Ordinariatskanzlei, Wien 7. Juni 1956, S. 749.
  3. Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 12/1933, S. 11 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd