Johann Amstädter

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Johann Amstädter (* 8. Juni 1874 in Moosbrunn[1]; † 7. Februar 1919 in Wien[2]) war ein österreichischer römisch-katholischer Geistlicher. Er wirkte unter anderem als Studienpräfekt am Knabenseminar der Erzdiözese Wien in Hollabrunn und als Domprediger am Wiener Stephansdom

Leben und seelsorgliches Wirken

Johann Amstädter wurde am 8. Juni 1874 in der niederösterreichischen Gemeinde Moosbrunn geboren und getauft.[1] Er besuchte das Erzbischöfliche Seminar Hollabrunn und maturierte 1895. Nach seiner theologischen Ausbildung empfing er am 23. Juli 1899 in Wien die Priesterweihe. Die Primizfeier fand am 30. Juli in Moosbrunn statt und die Primizpredigt hielt Josef Gratl.[3]

In den ersten Jahren seines priesterlichen Wirkens war Amstädter als Kooperator (Kaplan) in mehreren Pfarren der Erzdiözese Wien im Einsatz. Seine seelsorglichen Stationen als Kooperator umfassten mit September 1899 Großrußbach,[4] mit Ende November 1899 Kammersdorf,[5] ab April 1900 Ladendorf,[6][7] mit Jänner 1902 nach Pottenstein,[8] ab September 1903 in die Pfarre Mödling St. Othmar,[9] sowie mit Juni 1905 in die Pfarre Breitenfeld im 8. Wiener Gemeindebezirk (Josefstadt).[10]

Am 2. Jänner 1907 wurde Amstädter an Stelle des Verstorbenen Dr. Josef Herbst als Studienpräfekt an das Knabenseminar der Erzdiözese Wien nach Oberhollabrunn berufen.[11][12] In dieser pädagogischen Funktion wirkte er unter der Leitung von Rektor Franz Berger bis zum Jahr 1913 und war für die Betreuung und Erziehung der Seminaristen mitverantwortlich. Nach seiner sechsjährigen Tätigkeit im Seminar verließ er Hollabrunn und wurde am 11. Februar 1913 zum Domprediger von St. Stephan in Wien ernannt.[13][14] Er übte dieses angesehene Amt bis zu seinem frühen Tod aus. Mit 1. August 1915 wurde er auch zum Religionslehrer an die Mädchen-Bürgerschule Quellenstraße 31 in Favoriten ernannt.[15]

Johann Amstädter verstarb am 7. Februar 1919 an einer Lungenentzündung mit Grippe im Alter von 44 Jahren.[2] Das Requiem, gehalten durch Weihbischof Josef Pfluger, fand am 16. Februar 1919 im Stephansdom statt. Er wurde am Zentralfriedhof bestattet.[16]

Literatur

  •  Johann Grippel: Geschichte des f.e. Knabenseminars der Erzdiözese Wien zu Oberhollabrunn. Verlag des f.e. Knabenseminar, Oberhollabrunn 1906, S. 117.
  •  Dr. Hans Groër: Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien. Im Selbstverlag des e.b. Knabenseminars Hollabrunn, Hollabrunn 1956, S. 153.
  •  Christine Mann, Erwin Mann: Die große Geschichte des kleinen Seminars der Erzdiözese Wien. Wiener Domverlag, Wien 2006, ISBN 978-3853511947, S. 74, 441.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Moosbrunn auf matricula online
  2. 2,0 2,1 Sterbebuch der Dom- und Metropolitanpfarre St. Stephan auf matricula online
  3. Primizfeier der Wiener Ordinanden. In: Reichspost, 13. Juli 1899, S. 11 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/rpt
  4. Wien. In: Correspondenz-Blatt für den Katholischen/katholischen Clerus Oesterreichs / Korrespondenzblatt für den Katholischen Klerus (Österreichs), 10. September 1899, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ckk
  5. Wien. In: Correspondenz-Blatt für den Katholischen/katholischen Clerus Oesterreichs / Korrespondenzblatt für den Katholischen Klerus (Österreichs), 25. November 1899, S. 14 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ckk
  6. Wien. In: Correspondenz-Blatt für den Katholischen/katholischen Clerus Oesterreichs / Korrespondenzblatt für den Katholischen Klerus (Österreichs), 10. April 1900, S. 11 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ckk
  7. Erzdiözese Wien. In: Neuigkeits-Welt-Blatt / Neuigkeits-Welt-Blatt (Provinz-Ausgabe/Land-Ausgabe), 14. April 1900, S. 15 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwb
  8. Wien. In: Correspondenz-Blatt für den Katholischen/katholischen Clerus Oesterreichs / Korrespondenzblatt für den Katholischen Klerus (Österreichs), 25. Dezember 1901, S. 13 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ckk
  9. Wien. In: Correspondenz-Blatt für den Katholischen/katholischen Clerus Oesterreichs / Korrespondenzblatt für den Katholischen Klerus (Österreichs), 25. September 1903, S. 12 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ckk
  10. Zur Chronik der Erzdiöcese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 12/1905, S. 12 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  11. Wien. In: Correspondenz-Blatt für den Katholischen/katholischen Clerus Oesterreichs / Korrespondenzblatt für den Katholischen Klerus (Österreichs), 25. Jänner 1907, S. 14 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ckk
  12. Ein neuer Studienpräfekt. In: Neuigkeits-Welt-Blatt / Neuigkeits-Welt-Blatt (Provinz-Ausgabe/Land-Ausgabe), 6. Jänner 1907, S. 17 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwb
  13. Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 4/1913, S. 11 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  14. Wien. In: Correspondenz-Blatt für den Katholischen/katholischen Clerus Oesterreichs / Korrespondenzblatt für den Katholischen Klerus (Österreichs), 10. März 1913, S. 12 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ckk
  15. Zur Chronik der Erzdiözese. In: Wiener Diöcesanblatt / Wiener Diözesanblatt, Heft 16/1916, S. 7 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrd
  16. Domprediger J. Amstädter gestorben. In: Reichspost, 8. Februar 1919, S. 7 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/rpt