Servitenkloster Maria Langegg
Das frühere Servitenkloster Maria Langegg bestand von 1645 bis 1974. Heute befindet sich im früheren Klostergebäude das Wallfahrtsmuseum Maria Langegg, das heute ein Standortmuseum des Diözesanmuseums von St. Pölten ist.
Lage und Beschreibung
Das früherer Servitenkloster befindet sich in Maria Langegg (heute eine Kastralgemeinde der Gemeinde Bergern im Dunkelsteinerwald). Es ist als große vierflügelige Anlage an die Kirche Maria Langegg angebaut.[1]
Geschichte
1615 übernahm der Orden der Serviten die Betreuung der Wallfahrten zur "Maria Heil der Kranken" und ihrer Wallfahrtskirche Maria Langegg. 1652 wurde bei der Kirche mit dem Bau eines Klosters für sie begonnen, das aber erst 1734 fertig gestellt werden konnte. Als die Wallfahrten nach Maria Langegg als Folge der "Josephinischen Kirchenreformen" zu Ende des 18. Jahrhunderts an Bedeutung verloren, begann auch der allmähliche Niedergang der Ordensniederlassung. 1974 wurde das Kloster von den Serviten aus Nachwuchsmangel aufgegeben.[2]
Das Wallfahrtsmuseum Langegg
Heute ist in der ehemaligen Klosteranlage das Wallfahrtsmuseum Maria Langegg untergebracht, in dem die zahlreichen Votivbilder und Votivgaben aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert als Teil einer früheren Volkskultur sowie historische Ortsansichten und Anderes gezeigt werden.[1] Das Museum gibt Einblick in die Geschichte und Entwicklung des Wallfahrtwesens in Niederösterreich und die örtlichen Bräuche. Es umfasst eine Schatzkammer, eine Bibliothek, ein Oratorium sowie einen der Kreuzgangflügel des früheren Klosters.[3] Das Wallfahrtsmuseum wurde nach einer Renovierung 2017 wieder eröffnet und ist seit damals ein Standortmuseum des St. Pöltner Diözesanmuseums.[4]
Weblinks
Servitenkloster Maria Langegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons- Maria Langegg, Website, siehe unter Museum
- Wallfahrtsmuseum Maria Langegg, Museumskonzepte.AT
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 vgl. Gerhard Floßmann: Dunkelsteinerwald - von Aggstein bis Göttweig" (= Niederösterreichische Kulturwege. H. 7). St. Pölten, 2008. ISBN 978-3-901635-20-5, S. 19
- ↑ vgl. Gerhard Floßmann: Dunkelsteinerwald - von Aggstein bis Göttweig" (= Niederösterreichische Kulturwege. H. 7). St. Pölten, 2008. ISBN 978-3-901635-20-5, S. 18
- ↑ vgl. Wallfahrtsmuseum Maria Langegg, NoeMuseen.AT, abgerufen am 28. Februar 2026
- ↑ vgl. Doris Necker: Wallfahrtsmuseum in Maria Langegg eröffnet nach Renovierung. In: Mein Bezirk online, 10. April 2017, abgerufen am 28. Februar 2026